FIFA-Chef Infantino: Fußball-WM 2026 soll größte Friedensparty trotz politischer Spannungen werden
Infantino: WM 2026 muss Symbol für Einheit und Solidarität sein

FIFA-Präsident Infantino setzt auf vereinende Kraft der Fußball-WM 2026

Gianni Infantino, der Präsident des Weltfußballverbands FIFA, hat beim UEFA-Kongress in Brüssel eine klare Botschaft gesendet: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada soll trotz politischer Spannungen und Boykott-Debatten zu einem Symbol für Einheit und Solidarität werden. In seiner Ansprache vor den europäischen Fußball-Delegierten betonte der Schweizer Verbandschef, dass das Turnier vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in einer friedlichen und fröhlichen Atmosphäre stattfinden werde.

Appell an europäische Verbände zur Überwindung politischer Differenzen

Infantino ging in seiner Rede nicht direkt auf den US-Präsidenten Donald Trump ein, verwies jedoch auf eine geteilte und aggressive Welt, in der viele Unstimmigkeiten bestehen. Dennoch erwarte er von der WM eine große Party, die die Welt in Frieden und Freude vereint. „Ich zähle auf jeden einzelnen von Euch“, appellierte er an die europäischen Fußballverbände, mit gutem Beispiel voranzugehen, um die vereinende Kraft des Sports zu entfalten.

Zuletzt waren in Deutschland und auf EU-Ebene Forderungen nach einem Boykott der WM aufgrund der Trump-Politik laut geworden. DFB-Präsident Bernd Neuendorf hatte diese als unpassend zurückgewiesen. Infantino unterstützte diese Haltung indirekt, indem er die Debatte über Boykottmaßnahmen ablehnte und stattdessen auf Dialog und Zusammenarbeit setzte.

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Keine klaren Aussagen zur Rückkehr russischer Mannschaften

In Bezug auf die mögliche Wiederaufnahme russischer Mannschaften in internationale Wettbewerbe machte Infantino keine neuen Aussagen. Zuvor hatte er eine Rückkehr trotz des anhaltenden Krieges in der Ukraine nicht kategorisch ausgeschlossen. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, der als Befürworter gilt, zumindest Jugend-Teams aus Russland eine Perspektive zu bieten, betonte in Brüssel die Notwendigkeit, „Lösungen zu finden, den Ball am Rollen zu halten“, ohne explizit auf die russische Situation einzugehen.

Die WM 2026 wird mit 48 Mannschaften das bisher größte Turnier dieser Art sein und findet in drei Ländern statt. Infantino sieht darin eine historische Chance, die globale Gemeinschaft durch den Sport zu stärken, ungeachtet der aktuellen politischen Herausforderungen. Seine Worte unterstreichen den Anspruch der FIFA, den Fußball als Brücke zwischen Nationen zu nutzen, auch in Zeiten internationaler Spannungen.

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