Inter-Legende Evaristo Beccalossi mit 69 Jahren verstorben
Inter-Legende Beccalossi mit 69 Jahren verstorben

Inter Mailand trauert um eine seiner größten Legenden: Evaristo Beccalossi ist im Alter von 69 Jahren verstorben. Der ehemalige Mittelfeldspieler, der von 1978 bis 1984 das Trikot der Nerazzurri trug, erlag in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in seiner Heimatstadt Brescia den Folgen einer Hirnblutung, die er im Januar 2025 erlitten hatte. Nach 47 Tagen im Koma war er erwacht und hatte in der Rehabilitation um eine Rückkehr ins normale Leben gekämpft. Nun die traurige Gewissheit: Der Edel-Techniker, der das San Siro mit seinen Dribblings verzauberte, ist nicht mehr.

Eine Ära bei Inter: Meisterschaft und Pokal

Beccalossi war von 1978 bis 1984 fester Bestandteil der Inter-Mannschaft und prägte als kreativer Kopf das Spiel der Mailänder. In dieser Zeit gewann er mit Inter die italienische Meisterschaft (1980) sowie den Pokal (1982). Seine Fähigkeit, Gegenspieler auszutanzen, brachte ihm den Spitznamen „Driblossi“ ein. Bis heute ist er den Fans als einer der technisch versiertesten Spieler seiner Generation in Erinnerung.

Infantino: „Heute verliere ich einen Teil von mir“

FIFA-Präsident Gianni Infantino, ein bekennender Inter-Fan, würdigte Beccalossi auf Instagram. Zu einem gemeinsamen Foto schrieb er: „Dass ich den Fußball liebe, verdanke ich zum großen Teil dir. Du hast mein Herz höher schlagen lassen, mir den Weg gewiesen und warst mir ein Freund. Heute verliere ich einen Teil von mir. Ruhe in Frieden, mein Lieber.“ Die emotionale Botschaft zeigt die enge Verbundenheit zwischen dem FIFA-Chef und dem Verstorbenen.

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Verein zeigt sich tief getroffen

Auch Inter Mailand veröffentlichte eine Trauermitteilung. Der Verein schrieb: „Es kommt uns unmöglich vor. In unseren Erinnerungen und im Alltag war Evaristo immer einer von uns. Unbeschreiblich, wie seine Dribblings, einzigartig, wie sein Umgang mit dem Ball.“ Die Anteilnahme der Fans ist groß, viele gedenken Beccalossi in den sozialen Medien.

Ein kurioses Kapitel: Zwei verschossene Elfmeter in sieben Minuten

Unvergessen bleibt Beccalossi auch für ein unrühmliches Highlight: Im September 1982 verschoss er in einem Europapokal-Spiel gegen Bratislava innerhalb von nur sieben Minuten zwei Elfmeter. Trotz dieser Panne bleibt er den Interisti als einer der talentiertesten Spieler im Gedächtnis.

Kein Nationalspieler: Der Konflikt mit Bearzot

Trotz seines außergewöhnlichen Talents wurde Beccalossi nie in die italienische Nationalmannschaft berufen. Der langjährige Nationaltrainer Enzo Bearzot hielt ihn für zu anarchisch und verzichtete auf eine Nominierung. Dies sorgte bei vielen Fans für Unmut, die sich von Beccalossi mehr Kreativität im italienischen Spiel erhofften. Wenige Tage vor der WM 1982 kam es zu einer denkwürdigen Szene: Eine weibliche Italien-Anhängerin konfrontierte Bearzot vor einem Hotel und beschimpfte ihn wegen seiner Entscheidung. Der Trainer reagierte mit einer Ohrfeige, entschuldigte sich später jedoch und wurde sogar zur Hochzeit der Frau eingeladen. Italien wurde schließlich Weltmeister, und Beccalossi spielte dabei zumindest eine Nebenrolle.

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