Colbert als Präsident? Obama sieht Chancen für den Moderator
Obama: Colbert könnte Präsident werden

US-Moderator Stephen Colbert, 61, empfängt kurz vor der Absetzung seiner „Late Show“ noch einmal große US-Persönlichkeiten. Nach Oprah Winfrey und Meryl Streep war nun Barack Obama, der 44. Präsident der USA, zu Gast. Mit ihm sprach Colbert über die Zeit nach dem Ende seiner Show. Der künftige Moderator ohne Show ist auf Jobsuche – und hat einen Posten im Visier, den Obama gut kennt.

Colbert fragt Obama nach Präsidentschaftskandidatur

Immer wieder, so Colbert, würden ihm Leute empfehlen, für das Amt des US-Präsidenten zu kandidieren. „Für wie bescheuert hältst du das?“, fragte er Obama. Obama schwieg zunächst, dann schmunzelte er: „Well, the bar has changed“ – auf Deutsch: „Tja, die Messlatte liegt nun woanders.“ Colbert witzelte: „Teilweise liegt sie unterirdisch.“ Er müsse sich also gar nicht so weit nach unten bewegen, um die Ansprüche zu erfüllen. Obama antwortete: „Ich glaube, du könntest diesen Job um einiges besser machen als bestimmte andere Personen, die wir gesehen haben. Da bin ich mir sicher.“ Beide lachten. Auf Colberts Frage, ob Obama ihn offiziell empfehle, antwortete dieser knapp: „Nein.“

Letzte Ausstrahlung der „Late Show“ am 21. Mai

Am 21. Mai wird die letzte „Late Show With Stephen Colbert“ ausgestrahlt. CBS hatte die Absetzung im Sommer zuvor bekannt gegeben – als „rein finanzielle Entscheidung“ angesichts harter Konkurrenz im Late-Night-TV. Colbert hatte in seiner Sendung oft US-Präsident Donald Trump kritisiert, der sich über die Absetzung freute. Zuvor war der CBS-Mutterkonzern Paramount immer wieder ins Visier Trumps geraten.

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In der „New York Times“ sprach Colbert über seinen Abschied. Er sei überrascht gewesen, der Sender habe ihn vor drei Jahren noch zu einem Fünfjahresvertrag drängen wollen. Er hege keinen Groll, die Zusammenarbeit habe er genossen. Colbert und andere Talkshow-Hosts bilden mit Satire die US-Wirklichkeit besser ab als Nachrichten, doch das könnte nun verschwinden – vor allem, weil das Trump-Regime es so will.

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