Nach dem dramatischen 3:3-Unentschieden zwischen Algerien und Österreich bei der WM 2026 hat sich Algeriens Kapitän Riyad Mahrez zu seinem umstrittenen Tor geäußert. Der Treffer in der dritten Minute der Nachspielzeit brachte die Nordafrikaner kurzzeitig mit 3:2 in Führung, bevor Österreichs Sasa Kalajdzic in der sechsten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich erzielte.
Passives Spiel vor dem Tor
Hintergrund der Diskussion: Beim Stand von 2:2 in der Schlussphase schoben sich die Algerier den Ball minutenlang hin und her, während die Österreicher keinen Angriff mehr unternahmen. Ein Unentschieden hätte beiden Teams den Einzug ins Sechzehntelfinale gesichert. Eine Niederlage hätte dagegen das Aus bedeutet. Aus dieser passiven Situation heraus wurde Mahrez mit einem Steilpass freigespielt, lief allein auf das Tor zu und erzielte die Führung.
„Ich weiß, es war ehrlich gesagt etwas unangenehm“, sagte Mahrez nach dem Spiel. „Wir hatten den Ball und sie haben sich zurückgezogen. Aber in letzter Sekunde spielt jemand einen Ball in die Mitte. Da muss ich den Lauf machen. Ich muss den Fußball respektieren. Da muss ich treffen, ich muss versuchen, ein Tor zu schießen. So wie sie auch versucht haben, ein Tor zu schießen. Sie lagen in Führung. Sie führten mit 2:1.“
Konsequenzen des Sieges
Ein Sieg hätte Algerien auf Platz zwei der Gruppe gebracht und im Sechzehntelfinale ein Duell mit Mitfavorit Spanien beschert. Stattdessen wurde das Team durch den späten Ausgleich Gruppendritter und trifft nun auf die Schweiz. Österreich rettete sich durch das Tor von Kalajdzic vor dem WM-Aus und zog als Gruppenzweiter weiter.
Mahrez' abschließende Worte: „Das Gute ist – das Gute für sie ist – dass sie ein Tor schießen und sich qualifizieren. Wir qualifizieren uns beide, und das ist heute das Wichtigste.“



