Iran schließt WM-Teilnahme aus: Sportminister nennt Krieg mit USA als Grund
Irans Sportminister Ahmad Donjamali hat in einem TV-Interview die Teilnahme seines Landes an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA kategorisch ausgeschlossen. Als Begründung nannte er die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran sowie den Angriff auf den iranischen Führer.
Krieg als Hauptgrund für den Boykott
„Da diese korrupte Regierung unseren Führer ermordet hat, haben wir unter allen Umständen keine Bedingungen, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen“, erklärte Donjamali. Er verwies auf die bösartigen Maßnahmen gegen den Iran, die innerhalb von acht oder neun Monaten zu zwei Kriegen geführt hätten und mehrere Tausend Menschenleben gekostet hätten. „Daher haben wir definitiv keine Möglichkeit zu einer solchen Teilnahme.“
Ob diese Entscheidung endgültig ist und der Iran die WM tatsächlich boykottiert, bleibt zunächst unklar. Die iranische Nationalmannschaft hatte sich bereits im März 2025 als eine der ersten Mannschaften für die WM 2026 qualifiziert, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfinden wird.
Verbandschef unterstützt Boykott-Gedanken
Auch der Verbandschef Mehdi Tadsch hatte sich ähnlich geäußert und einen möglichen Verzicht ins Spiel gebracht. Nach den Vorgängen um die Frauen-Nationalmannschaft während des Asien-Cups in Australien sagte er: „Welcher vernünftige Mensch würde seine Nationalmannschaft in die USA schicken, wenn es bei der WM genauso politisch zugehen sollte wie in Australien?“
Nach dem Vorrunden-Aus beim Asien-Cup waren mehrere Spielerinnen in Australien geblieben und hatten humanitäre Visa erhalten. Tadsch selbst war für die Auslosung im Dezember in Washington seitens der USA das Einreisevisum verweigert worden.
WM-Planungen und internationale Reaktionen
Die Männer-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni 2026. Der Iran wäre laut Plan in der Gruppenphase auf Belgien, Neuseeland und Ägypten getroffen, wobei alle drei Spiele in den USA ausgetragen werden sollten.
Weltverbandschef Gianni Infantino hat jedoch betont, dass US-Präsident Donald Trump erneut zugesichert habe, die iranische Mannschaft zur WM herzlich einzuladen. Dies habe ihm Trump bei einem Treffen mitgeteilt, ließ der FIFA-Präsident wissen. Die Situation bleibt somit angespannt und ungewiss.



