Drei weitere iranische Fußballerinnen kehren trotz Visa zurück: Druck des Mullah-Regimes?
Iranische Fußballerinnen kehren trotz Visa zurück

Drei iranische Fußballspielerinnen ändern Entscheidung und kehren zurück

Der australische Innenminister Tony Burke gab bekannt, dass drei Mitglieder des iranischen Frauenfußball-Teams, die ursprünglich während des Asia Cups in Australien geflohen waren, ihre Meinung geändert haben und sich nun dem Rest des Teams auf der Rückreise in den Iran anschließen werden. Dies geschieht, obwohl Australien ihnen humanitäre Visa und Sicherheitsgarantien angeboten hatte.

Details zu den betroffenen Spielerinnen

Bei den drei Spielerinnen handelt es sich um Zahra Soltan Meschkehkar, Mona Hamoudi und Zahra Sarbali. Ursprünglich hatten insgesamt sechs Spielerinnen und ein Mitglied des Betreuerstabs die Möglichkeit eines Aufenthalts in Australien angenommen, doch nun bleiben nur noch drei von ihnen im Land. Der australische Innenminister betonte, dass den Spielerinnen nach ihrer Entscheidung wiederholt Gelegenheit gegeben wurde, über ihre Optionen zu sprechen.

Vermuteter Druck durch das iranische Regime

Rechtsanwalt Kambiz Razmara, Vizepräsident der Australian Iranian Society of Victoria, äußerte deutliche Zweifel an der Freiwilligkeit dieser Entscheidung. Er vermutet, dass die Islamischen Revolutionsgarden die Frauen unter Druck gesetzt haben, obwohl diese an einem geheimen Ort untergebracht waren. „Der Druck auf die Familien zu Hause, vielleicht durch die Spielerinnen, die bereits gegangen sind, ist die übliche Vorgehensweise dieses Regimes, jeden einzuschüchtern, zu verängstigen und zu Handlungen zu zwingen, der sich ihm widersetzt“, erklärte Razmara gegenüber der „Daily Mail“. Er verwies zudem auf die soziale Stigmatisierung, die den Spielerinnen im Iran droht.

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Videoaufnahmen legen Manipulation nahe

Ein auf der Plattform X veröffentlichtes Video, das wahrscheinlich in Kuala Lumpur aufgenommen wurde, zeigt eine beunruhigende Interaktion. Darin ist eine Aktivistin zu hören, die die Spielerinnen warnt, während diese beruhigend antworten. Eine Fußballerin erwähnt sogar: „Sie haben uns Belohnungen versprochen, wenn wir in den Iran zurückgehen. Sie wollen uns wie Königinnen behandeln.“ Die Aktivistin bezeichnet dies als „Fake“, doch die Spielerinnen scheinen überzeugt, dass ihnen nach den internationalen Schlagzeilen nichts geschehen wird.

Hintergrund der ursprünglichen Flucht

Die Spielerinnen Zahra Soltan Meschkehkar und Mohaddeseh Zolfi hatten sich zunächst entschieden, kurz vor der Abreise aus Australien zu fliehen. Ihre nunmehrige Kehrtwende wirft Fragen nach den tatsächlichen Beweggründen auf und unterstreicht die komplexe Situation, in der sich iranische Sportlerinnen befinden, die zwischen internationaler Sicherheit und familiären sowie gesellschaftlichen Zwängen im Heimatland stehen.

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