Italiens Fußballverbandspräsident Gravina tritt nach WM-Aus zurück
Italiens Verbandspräsident Gravina tritt nach WM-Aus zurück

Italiens Fußballverbandspräsident Gravina tritt nach WM-Aus zurück

Das Scheitern der italienischen Fußball-Nationalmannschaft in den WM-Playoffs hat erste personelle Konsequenzen nach sich gezogen. Verbandspräsident Gabriele Gravina ist zwei Tage nach der verpassten Qualifikation für die Weltmeisterschaft von seinem Amt zurückgetreten. Diesen Schritt verkündete der italienische Fußballverband FIGC am Donnerstag nach einer außerordentlichen Sitzung des Präsidiums.

Politische Forderungen nach Rücktritt

Die Personalie Gravina entwickelte sich in Italien schnell zu einem politischen Thema. Zunächst forderte die zweitstärkste Regierungspartei Lega den Rücktritt des 72-Jährigen, bevor sich auch Sportminister Andrea Abodi für eine Demission des seit 2018 amtierenden Verbandschefs aussprach. Teile des Parlaments schlossen sich dieser Forderung an.

„Es ist offenkundig, dass der italienische Fußball neu aufgebaut werden muss. Dieser Prozess muss mit einer Erneuerung der Verbandsspitze beginnen“, erklärte Sportminister Abodi in einer Stellungnahme.

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Chronologie der Ereignisse

Am Dienstag hatte die italienische Nationalmannschaft auch die dritte WM-Endrunde in Folge verpasst. Der viermalige Weltmeister unterlag im entscheidenden Playoff-Spiel Bosnien-Herzegowina im Elfmeterschießen. Diese Niederlage löste eine breite Diskussion über die Zukunft des italienischen Fußballs aus.

Die FIGC kündigte an, dass am 22. Juni eine außerordentliche Verbandsversammlung stattfinden soll, bei der Neuwahlen für die Verbandsspitze durchgeführt werden. Damit beginnt ein Prozess der Erneuerung, der von vielen Seiten als notwendig erachtet wird.

Auswirkungen auf den italienischen Fußball

Der Rücktritt Gravinas markiert einen Wendepunkt für den italienischen Fußball. Nach drei verpassten WM-Teilnahmen in Folge steht das Land vor der Herausforderung, seine Fußballstrukturen grundlegend zu überdenken und zu reformieren. Die kommenden Wochen werden zeigen, welche weiteren Veränderungen folgen werden.

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