Jena tobt nach umstrittenem Elfmeter und Roter Karte in Chemnitz: „Ich fühle mich betrogen!“
Jena tobt nach umstrittenem Elfmeter und Roter Karte

Jena tobt nach umstrittenem Elfmeter und Roter Karte in Chemnitz: „Ich fühle mich betrogen!“

Die 1:4-Niederlage von Carl Zeiss Jena beim FC Chemnitz am Sonntag hallt noch lange nach. Bis kurz vor der Halbzeitpause führte die Mannschaft aus Jena mit 1:0 und hatte das Spiel fest im Griff. Doch dann griff Schiedsrichter Johannes Schipke (34) aus Halle ein und veränderte mit einer umstrittenen Entscheidung den kompletten Spielverlauf.

Der umstrittene Elfmeter und die Rote Karte

In der entscheidenden Szene wurde der Chemnitzer Angreifer Dejan Bozic (33) vor dem Strafraum von der Hand des Jenaer Verteidigers Maurice Hehne (28) an der Schulter berührt. Bozic fiel dann weit im Sechzehner plötzlich zu Boden. Schiedsrichter Schipke entschied auf Elfmeter für Chemnitz und zeigte Hehne zusätzlich die Rote Karte.

Jenas Kapitän Nils Butzen (32) schaute sich nach dem Spiel gemeinsam mit Reportern die TV-Aufnahmen an. Sein Fazit war deutlich: „Ich fühle mich betrogen!“ Die Bilder zeigten laut Butzen nicht das von Bozic beschriebene Foul. Der Chemnitzer Angreifer verteidigte seine Aktion jedoch: „Er gibt mir unten den Gehfehler, dadurch falle ich hin. Das ist ein Foul.“

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Die Reaktionen aus Jena

Trainer Volkan Uluc (56) kritisierte die Entscheidung scharf: „Der Unparteiische hat mit dieser Fehlentscheidung dem Spiel einen neuen Verlauf gegeben.“ Besonders empört zeigte sich Mittelfeldspieler Justin Schau (27), der im Kabinengang tobte: „Ich will nicht detailliert darauf eingehen, aber man hat gesehen, dass das heute nicht unparteiisch war. Das ärgert mich. Nach dem Elfmeter ging alles den Bach runter.“

Die Jenaer erinnerten daran, dass Bozic in dieser Saison bereits auf ähnliche Weise acht Elfmeter herausgeholt habe. Die sanfte Berührung mit der Hand habe den 1,94 Meter großen Angreifer kaum zu Fall bringen können.

Die Begründung des Schiedsrichters

Schiedsrichter Johannes Schipke wollte sich öffentlich nicht zu der Entscheidung äußern. Weit nach Spielende lieferte er jedoch eine Erklärung für die umstrittenen Strafen. Laut Regelwerk handelte es sich bei Hehnes Foul nicht um ein ballorientiertes Vergehen, weshalb die Rote Karte zwingend war. Hätte Hehne den Angreifer von den Füßen geholt, wäre es bei Gelb geblieben.

Den Elfmeter begründete Schipke damit, dass Hehne den Angreifer erst an der Strafraumkante losgelassen habe. Die Linie gehöre zum Sechzehner. Den Impuls für die Entscheidung gab dabei Linienrichter Patrick Kluge aus Zeitz.

Die Folgen der Entscheidung

Die doppelte Bestrafung – Elfmeter plus Rote Karte – brachte die Jenaer Mannschaft komplett aus dem Konzept. Aus der 1:0-Führung wurde innerhalb kurzer Zeit ein 1:4. Für Carl Zeiss Jena bedeutet die Niederlage einen herben Rückschlag in der laufenden Saison.

Einziger Lichtblick für Justin Schau: „Ich bin selbst ohne Gelb davongekommen. Das ist das Einzige, was man dem Schiri heute zugutehalten kann.“ Die Diskussionen um die Schiedsrichterleistung werden jedoch noch lange nachhallen.

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