Oliver Kahn: Das legendäre Fäuste-Tor vor 25 Jahren
Der ehemalige Fußball-Titan Oliver Kahn hat humorvoll einen der kuriosesten Momente seiner Karriere wieder aufleben lassen. Anlässlich des 25. Jubiläums seines einzigen Profitors erinnerte der Ex-Torhüter bei X an den denkwürdigen 3. März 2001, als er beim Auswärtsspiel von Bayern München bei Hansa Rostock mit beiden Fäusten ein Tor erzielte.
Ein Tor, das keines sein durfte
„Heute vor genau 25 Jahren erzielte ich mein erstes – und einziges – Profitor“, schrieb Kahn in seinem sozialen Medien-Beitrag. Doch der Jubel währte nur kurz, denn wie der Torwart selbst augenzwinkernd einräumte: „Anders als ich damals glaubte, dürfen Torhüter den Ball nicht in beiden Strafräumen mit den Händen berühren.“
Die Folge war eindeutig: Das Tor wurde umgehend aberkannt und Kahn sah von Schiedsrichter Markus Merk die Rote Karte. Bereits in der ersten Halbzeit hatte der Torhüter eine Gelbe Karte für Ballwegschlagen erhalten. Beim Stand von 3:2 für Rostock kurz vor Spielende versuchte Kahn dann den vermeintlichen Ausgleich – mit den Händen.
Vom Platzverweis zum Legendenstatus
Obwohl die Aktion regelwidrig war und mit einem Platzverweis endete, hat sie Kahn einen besonderen Platz in der Fußballgeschichte gesichert. „Dennoch brachte es mir Legendenstatus ein“, kommentierte der ehemalige Nationaltorhüter die kuriosen Ereignisse.
In späteren Interviews erklärte Kahn seine Handlung als reinen Torhüter-Reflex: „Das ist in uns Torhütern drin.“ Mit typischem Humor fügte er hinzu: „Man muss sich das mal vorstellen: Man fliegt vom Platz, nachdem man ein Tor geschossen hat. Phänomenal!“
Ein unvergesslicher Bundesliga-Moment
Die Szene vom 3. März 2001 gehört zu den ungewöhnlichsten und am meisten diskutierten Momenten der Bundesliga-Geschichte. Während das Spiel mit 3:2 für Hansa Rostock endete, blieb Kahns Fäuste-Tor als kurioses Fußball-Kapitel in Erinnerung.
Der Vorfall zeigt nicht nur die Leidenschaft und den Kampfgeist, für den Kahn berühmt war, sondern auch die menschliche Seite des als „Titan“ bezeichneten Torwarts. Selbst nach einem Vierteljahrhundert kann er über die Situation lachen und sie als Teil seiner einzigartigen Karriere würdigen.
Die Geschichte des Fäuste-Tors erinnert daran, dass im Fußball manchmal die ungewöhnlichsten Momente die nachhaltigsten Spuren hinterlassen – selbst wenn sie gegen die Regeln verstoßen und mit einer Roten Karte enden.



