Loris Karius: Schalke-Aufstieg, Nationalelf und Babyglück – Torwart enthüllt alle Pläne
Karius: Schalke-Aufstieg, Nationalelf und Babyglück

Schalke-Star Loris Karius im exklusiven Interview: Aufstieg, Zukunft und Familienzuwachs

Der FC Schalke 04 steht als Tabellenführer der 2. Bundesliga kurz vor dem ersehnten Wiederaufstieg. Eine Vorentscheidung könnte bereits am Sonntag beim Spitzenspiel beim direkten Verfolger Elversberg fallen. Einer der entscheidenden Erfolgsgaranten ist Torwart Loris Karius, der mit herausragenden Paraden maßgeblich zum Aufstiegskurs beigetragen hat. In einem ausführlichen Interview gewährt der 32-Jährige tiefe Einblicke in seine sportlichen und privaten Zukunftspläne.

Der Aufstiegskampf: „Wir können uns nicht ausruhen“

Sechs Spieltage vor Saisonende führt Schalke die Tabelle an, doch die Konkurrenz bleibt dicht. „Es ist unglaublich eng. Wenn Elversberg gegen uns gewinnt, sind die an Schalke vorbei“, erklärt Karius die angespannte Lage. Trotz personeller Engpässe – Starstürmer Edin Džeko und Abwehrchef Nikola Katić fallen langfristig aus – zeigt sich der Torwart zuversichtlich: „Auch andere Spieler wollen sich zeigen – und die bekommen jetzt ihre Chancen.“

Die Wende: Vom Abstiegskampf zum Aufstiegsfavoriten

Nach zwei Jahren im Abstiegskampf hat sich Schalke in dieser Saison überraschend zum Aufstiegsaspiranten gemausert. Den entscheidenden Wendepunkt sieht Karius im 2:1-Sieg gegen Hertha BSC am ersten Spieltag: „Ab diesem Moment waren wir eine Einheit“, erinnert er sich. Eine Siegesserie im Herbst festigte das Selbstvertrauen. „Ich habe hier nicht unterschrieben, um ein bisschen zum Spaß zu kicken – ich strebe nach dem Höchsten!“

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Die Džeko-Frage und die eigene Zukunft

Mit der Winterverpflichtung von Edin Džeko rückte Karius medienwirksam in den Hintergrund. Doch das Ego des Torwarts blieb unangetastet: „Dass sich jemand wie Edin Džeko für Schalke entscheidet, ist das Verdienst von jedem einzelnen Spieler“, betont er. Zur eigenen Karriereperspektive sagt der 32-Jährige: „Wenn ich das Niveau halten kann – warum nicht noch länger spielen? Ich denke, ich kann noch zwei Verträge unterschreiben.“

Ein Aufstieg mit Schalke ist für Karius oberstes Ziel. Sollte dies misslingen, hat er noch einen Vertrag bis 2027: „Ich habe nie gesagt: ‚Ich muss dann weg‘“, relativiert er mögliche Wechselgerüchte. Langfristig kann er sich eine Funktion als Manager vorstellen: „Als Cheftrainer wäre ich wohl nicht der Richtige, aber als Manager könnte ich mir meine Termine selbst einteilen.“

Trainer Miron Muslić und die Bundesliga-Perspektive

Trainer Miron Muslić genießt das volle Vertrauen seines Torwarts. „Miron macht es super, ist total authentisch und hat uns alle abgeholt“, lobt Karius. Die Kritik an anfänglicher taktischer Starrheit weist er zurück: „Wir haben ein neues Spielsystem, sind flexibel und variabel geworden. Warum sollte er nicht auch in der Bundesliga einen weiteren Schritt nach vorne machen?“

Die Nationalmannschaft: Ein unerfüllter Traum?

Seit einem U21-Länderspiel 2014 wartet Karius auf seine nächste Berufung in die DFB-Auswahl. Realistisch zeigt er sich: „Ich glaube, der Bundestrainer geht den Weg mit einem jungen Keeper als drittem Torwart“. Dennoch hält er sich für die anstehende WM und die EM 2028 bereit: „Das mal zu schaffen – dafür spiele ich jede Woche! Oliver Baumann wurde auch erst spät nominiert, es ist also nicht unmöglich.“

Privates Glück: Zweites Kind erwartet

Parallel zum sportlichen Höhenflug steht bei Familie Karius erfreulicher Nachwuchs ins Haus. Im Mai erwartet Ehefrau Diletta das zweite Kind. „Kinder sind teuer!“, scherzt der Torwart bezüglich einer möglichen Aufstiegsprämie. Sollte die Geburt mit einem entscheidenden Saisonspiel kollidieren, hat Karius klare Prioritäten: „Ich werde meiner Frau nicht sagen: ‚Hey, die Geburt stellen wir jetzt mal hinten an!‘ Das funktioniert natürlich nicht.“

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Die bilinguale Familie – Karius und seine sizilianische Frau kommunizieren auf Englisch – freut sich auf das neue Familienmitglied. „Das Kind kommt in Mailand zur Welt, in demselben Krankenhaus wie unsere erste Tochter Aria“, verrät der stolze Vater. Beim Windelnwechseln gesteht er allerdings: „Da bin ich nicht der Beste und immer froh, wenn mir das abgenommen wird.“

Mit dieser Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und privatem Glück steht Loris Karius exemplarisch für eine Generation von Profifußballern, die Karriere und Familie in Einklang bringen wollen. Ob ihm der lang ersehnte Bundesliga-Aufstieg mit Schalke gelingt, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden.