Kann Aufstiegs-Experte Kauczinski den TSV 1860 nach oben führen?
Unter Markus Kauczinski hat sich der TSV 1860 zuletzt im Aufstiegsrennen der Dritten Liga zurückgemeldet. Der Cheftrainer, der 2023 mit dem SV Wehen Wiesbaden den Sprung in die Zweite Liga schaffte, steht nun vor einer ähnlichen Herausforderung mit den Löwen. Am Samstag empfängt er seinen ehemaligen Verein zu einem hochspannenden Duell auf Giesings Höhen.
Schöne Erinnerungen und neue Ziele
"Das war eine sehr schöne Zeit. Ich blicke gerne darauf zurück, obwohl man im Alltag leider wenig Zeit hat, zurückzublicken", sagte Kauczinski vor dem Aufeinandertreffen der Tabellennachbarn. Im Juni 2023 feierte er mit Wiesbaden den Aufstieg nach einem 2:1-Auswärtssieg bei Arminia Bielefeld, nachdem man zuhause mit 4:0 gewonnen hatte. Mit satten 70 Punkten als Vierter der Dritten Liga zog das Team in die Relegation ein, da der SC Freiburg II als Zweiter nicht aufstiegsberechtigt war.
Doch der Erfolg war nur von kurzer Dauer: "Leider haben wir es nicht geschafft, die Liga zu halten", erinnerte sich der 56-Jährige, der seine Position schon in der Folgesaison verlor. Dennoch betonte er, ein Typ zu sein, der lieber nach vorne blickt. Jetzt stellt sich die Frage: Kann er diesen Coup mit 1860 wiederholen?
Emotionen und Herausforderungen im Aufstiegskampf
"Wir wollen alles geben, um zu gewinnen und unsere Fans am Ende glücklich zu machen", erklärte Kauczinski. Vor dem Duell gestand er: "Es geht nicht um Coolness oder Nervosität. Ich spüre ein Kribbeln und eine Vorfreude, weil es sich noch mal zuspitzt." Er glaubt, diese positive Energie auf die Mannschaft übertragen zu können, um enge Situationen anzunehmen.
Bei den Gemeinsamkeiten zwischen Wiesbaden und 1860 nannte er die Leidenschaft für den Fußball und ein professionelles Umfeld. Der größte Unterschied liegt jedoch in der Fanbase: "Sechzig als Traditionsverein hat eine viel größere Fanbase. Zahlenmäßig ist das was anderes als in Wiesbaden, wo man Mainz oder Frankfurt als Bundesligisten um sich herum hat."
Strategische Weichenstellungen vor dem Spiel
Für das wichtige Spiel setzt Kauczinski auf bewährte Kräfte. Raphael Schifferl kehrt in die Abwehr zurück, während Junglöwe Damjan Dordan den gelbgesperrten Kapitän Thore Jacobsen ersetzt. Der Trainer plant, seine erfolgreiche Startelf weitgehend beizubehalten: "Im Moment würde ich nicht an Kevin Volland oder Sigurd Haugen herumrütteln", sagte er. Auch Abwehrchef Max Reinthaler bleibt im Team, obwohl Kapitän Jesper Verlaat wieder fit ist.
Kauczinski sieht Wiesbaden als "eher eine Art Geheimfavorit, der etwas unter dem Radar läuft, obwohl er die zweitbeste Rückrundenmannschaft ist". Er erwartet ein hartes Spiel, das seinen Löwen alles abverlangen wird. Mit seiner Erfahrung und der Motivation, einen weiteren Aufstieg zu schaffen, könnte diese Saison für 1860 historisch werden.



