Kim fehlt im Kader: FC Bayern siegt 5:1 gegen Hoffenheim mit voller Mannschaft
Der FC Bayern München hat mit einem deutlichen 5:1-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim den Sechspunkteabstand auf Verfolger Borussia Dortmund bewahrt. Während die Spieler nach dem Spiel vor der Südkurve feierten, musste sich Innenverteidiger Min-jae Kim das Duell gegen den Tabellendritten von der Tribüne aus anschauen – und das ohne Verletzungsgrund.
Kaderzusammensetzung zwingt Kim auf die Tribüne
Trainer Vincent Kompany hatte erstmals in dieser Saison seinen gesamten Kader zur Verfügung, was zu einer ungewöhnlichen Situation führte. Da in der Bundesliga maximal 18 Spieler im Spieltagskader stehen dürfen, war der 29-jährige Südkoreaner als Spieler Nummer 19 das Opfer dieser Personalsituation.
„Wir haben diesmal einen Abwehrspieler geopfert, weil wir mit Konni Laimer und Hiroki Ito noch andere defensive Spieler hatten“, erklärte Sportvorstand Max Eberl die Entscheidung. Es handele sich dabei um eine rein taktische Maßnahme ohne disziplinarischen Hintergrund, betonte der Bayern-Manager.
Kompany spricht von „guter Situation“ trotz Luxusproblem
Vincent Kompany wechselte bei seiner Erklärung sogar ins Englische, um die richtigen Worte zu finden: „Es ist eine gute Situation“, betonte der belgische Trainer, der im Vergleich zum Vorjahr, als der FC Bayern im Champions-League-Viertelfinale bei Inter Mailand neun Verletzte beklagte, nun ein echtes Luxusproblem hat.
Der Trainer kündigte an, seinen Spielern im Vorfeld mitzuteilen, ob sie Einsatzzeiten erhalten werden, um Frustration zu vermeiden. „Im März wird sich jeder wieder voll inkludiert fühlen“, versprach Kompany und verwies auf die entspanntere Februar-Phase mit weniger Englischen Wochen.
Goretzka in ähnlicher Situation wie Kim
Nicht nur Min-jae Kim betrifft die aktuelle Personalsituation. Auch Leon Goretzka, der seinen Abschied im Sommer verkündet hat, musste bereits zweimal über 90 Minuten auf der Bank sitzen und kommt aktuell an Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic nicht vorbei.
„Die Situation von Leon ist eine Folge, dass wir im Moment alle fit haben“, sagte Kompany und machte deutlich, dass was für Kim gilt, genauso für Goretzka und weitere Spieler wie Tom Bischof und Raphael Guerreiro zutrifft, die ebenfalls keine Einsatzzeit gegen Hoffenheim erhielten.
Weitere Tribünenüberraschungen möglich
Solange der FC Bayern von Verletzungen verschont bleibt, könnten im Februar noch weitere Überraschungen bei der Kaderzusammensetzung folgen. Der Februar bringt mit nur einer Englischen Woche im DFB-Pokal gegen RB Leipzig und dem Umgehen der Champions-League-Playoffs durch Platz zwei in der Ligaphase entspanntere Bedingungen.
Max Eberl betonte abschließend: „Es wird nicht die Entscheidung per se sein“, was bedeutet, dass Kim nicht dauerhaft auf der Tribüne Platz nehmen muss, sondern die Situation von Spiel zu Spiel neu bewertet wird.



