Tim Kleindienst: Vom Reha-Prozess zum Tribünen-Analysten für Gladbach
Der Nationalstürmer Tim Kleindienst (30) von Borussia Mönchengladbach durchläuft weiterhin einen intensiven Rehabilitationsprozess nach seiner langwierigen Verletzung. Obwohl er weder am regulären Mannschaftstraining noch am Spielersatztraining mit den Reservisten teilnimmt, verzeichnet der Angreifer deutliche Fortschritte in seiner Genesung. In einem exklusiven Interview mit DAZN vor dem Bundesliga-Spiel gegen Mainz (Endstand 1:1) gab Kleindienst nun Einblicke in seinen aktuellen Zustand und formulierte ein konkretes Ziel für die verbleibende Saison.
Realistisches Ziel: Comeback im Saisonfinale gegen Hoffenheim
„Ich habe in den vergangenen Wochen die erhofften Fortschritte gemacht, auf die man so lange gewartet hat“, erklärte Kleindienst selbstbewusst. „Man kann wieder individuell trainieren, ist auf dem Platz, spielt Fußball und steht kurz vor der Integration ins Mannschaftstraining. Von daher läuft momentan alles sehr gut, und es wäre schön, wenn es so bleibt.“ Als konkretes Ziel hat sich der langjährige Stürmer das letzte Saisonspiel am 16. Mai im Borussia-Park gegen die TSG Hoffenheim ausgeguckt. Dieses Duell könnte entscheidend für die Ligazugehörigkeit von Borussia Mönchengladbach in der kommenden Spielzeit sein.
Auf die Frage, ob ein Einsatz in dieser Saison noch realistisch ist, antwortete Kleindienst: „Ich glaube, das ist schon realistisch, wenn man es sich durchrechnet. Die Saison läuft noch knapp vier Wochen. Augsburg am 33. Spieltag könnte knapp werden. Dafür wäre es gut, länger mit der Mannschaft zu trainieren. Aber das letzte Spiel kann schon sehr realistisch sein.“ Sein Fokus liegt klar auf dem Heimspiel gegen Hoffenheim, bei dem er hofft, wieder auf dem Platz stehen zu können.
Die Rolle des Tribünen-Adlers: Kleindienst als analytische Unterstützung
Bis zu seinem ersehnten Comeback übernimmt Tim Kleindienst eine ungewöhnliche, aber wertvolle Rolle für die Mannschaft. Der Stürmer hat sich zum „Tribünen-Adler“ entwickelt und unterstützt das Team aus einer neuen Perspektive. „Ich habe jetzt ein bisschen die Aufgabe eines Analytikers“, beschreibt Kleindienst seine aktuelle Tätigkeit. „Auf der Tribüne schaut man sich die Bundesliga-Spiele aus einem anderen Winkel an. Da kann man dann mit den Jungs und dem Coach gewisse Sachen besprechen, die einem auffallen. Man versucht auf diese Weise, der Mannschaft einen Input zu geben.“
Diese analytische Herangehensweise ermöglicht es Kleindienst, trotz seiner physischen Abwesenheit auf dem Platz einen Beitrag zum Teamerfolg zu leisten. Seine Beobachtungen aus der Vogelperspektive bieten wertvolle Einsichten, die im Training und in taktischen Besprechungen genutzt werden können. Für Borussia Mönchengladbach bedeutet dies eine doppelte Stärkung: Einerseits arbeitet ein Schlüsselspieler an seinem Comeback, andererseits profitiert das Team bereits jetzt von seiner Erfahrung und seinem Fußballverstand.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Tim Kleindienst sein ambitioniertes Ziel erreichen und im Saisonfinale gegen Hoffenheim wieder für Borussia Mönchengladbach auflaufen kann. Bis dahin bleibt der Tribünen-Adler ein wichtiger Bestandteil des Teams – wenn auch vorerst von der Seitenlinie aus.



