Köln-Coach Kwasniok vor Derby-Endspiel: Sieg gegen Gladbach entscheidet über Job-Zukunft
Köln-Coach Kwasniok vor Derby-Endspiel: Sieg entscheidet über Job

Köln-Coach Kwasniok vor Derby-Endspiel: Sieg gegen Gladbach entscheidet über Job-Zukunft

Das 1:1 beim Hamburger SV war nur eine Rettung auf Raten für Lukas Kwasniok. Der 44-jährige Trainer des FC Köln verpasste in Hamburg den großen Befreiungsschlag, sicherte sich aber mit dem Punktgewinn eine weitere Chance. Diese Chance hat jedoch einen klaren Namen: das Derby am Samstag um 15:30 Uhr gegen Borussia Mönchengladbach. Der Sieg-Druck vor diesem Duell ist nun gewaltig gestiegen.

Kessler fordert dringend einen Sieg

Sportdirektor Thomas Kessler umarmte seinen Trainer nach dem Schlusspfiff in Hamburg herzlich. Doch im Anschluss sprach der 40-Jährige im Aktuellen Sportstudio Klartext: „Wir sind einen kleinen Schritt nach vorne gekommen. Jetzt geht es darum, einen großen zu machen. Es liegt in der Natur der Sache, dass wir auch mal wieder ein Fußballspiel gewinnen müssen.“

Der Derby-Druck für Kwasniok ist enorm. Sein Trainerstuhl wackelt weiterhin bedrohlich, nachdem er in den letzten 17 Spielen nur zwei Siege einfahren konnte. Die Ausgangslage ist eindeutig: Mit dem Unentschieden in Hamburg erfüllte Kwasniok lediglich die Minimalforderung der Vereinsführung.

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Punkteziel noch erreichbar – Absturzserie muss enden

Das interne Punkteziel von 28 Zählern vor der anstehenden Länderspielpause kann der Kölner Coach nach wie vor erreichen. Dafür muss er jedoch am Samstag die aktuelle Negativserie von sechs Spielen ohne Sieg endlich beenden und einen dringend benötigten Rettungssieg einfahren.

Sportboss Kessler zeigte sich zumindest teilweise zufrieden mit der Leistung in Hamburg: „Wir haben eine vernünftige Leistung gebracht.“ Tatsächlich war Köln die aktivere und bessere Mannschaft, die zwischenzeitlich auf 8:0 Ecken und 9:2 Torschüsse kam. Die Mannschaft brach auch nach dem 0:1 durch Vieira in der 39. Minute nicht ein und konterte durch El Malas Kopfballtor in der 45. Minute nach nur sechs Minuten.

Defensiv sicher – offensiv fehlt Durchschlagskraft

Defensiv standen Kwasnioks Spieler extrem sicher. Einzig offensiv fehlte die entscheidende Durchschlagskraft. Kessler bringt es daher vor dem Derby auf den Punkt: „Wir müssen ein Tor mehr schießen als der Gegner – das ist ja klar. Aber ich habe heute eine Mannschaft gesehen, bei der ich die absolute Überzeugung habe, dass wir alles in die Waagschale werfen werden, um zu Hause die drei Punkte gegen Gladbach zu behalten.“

Die Kölner Profis um Cenk Özkacar (25) und Eric Martel (23) überzeugten beim HSV vor allem kämpferisch und zeigten Einsatzbereitschaft.

Kwasnioks Derby-Ansage an Gladbach

Auch Trainer Kwasniok ist sich der Brisanz des bevorstehenden Derbys bewusst und schickt eine klare Ansage Richtung Borussia Mönchengladbach: „Fakt ist: Ich spiele lieber 1:1 in Hamburg und gewinne danach zu Hause gegen Gladbach, als umgekehrt. Wir haben nach dem Hinspiel einen Tick was gut zu machen und wollen in unserem Wohnzimmer gewinnen, damit wir uns und die Fans glücklich machen und dann auch die Ausgangsposition für die nächsten Wochen verbessern.“

Gelingt ihm dieser Sieg, darf Kwasniok seine Rettung feiern. Geht das Derby jedoch verloren, wird Sportdirektor Kessler, der betont „Ich bewerte den Trainer Woche für Woche“, in der anschließenden Länderspielpause höchstwahrscheinlich die Reißleine ziehen und eine Trainerentscheidung treffen müssen.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob Lukas Kwasniok den enormen Druck standhalten und seinen Job als Trainer des FC Köln verteidigen kann. Das Derby gegen Borussia Mönchengladbach entwickelt sich zum alles entscheidenden Endspiel für die Zukunft des 44-Jährigen am Rhein.

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