Wagner-Debüt mit Moral: Köln kämpft sich zum Remis in Frankfurt
Interimstrainer René Wagner hat bei seinem Debüt auf der Trainerbank des 1. FC Köln einen wertvollen Punkt im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga errungen. Im ersten Spiel unter dem Nachfolger von Lukas Kwasniok bewies der abstiegsbedrohte FC bei Europapokalaspirant Eintracht Frankfurt große Moral und kämpfte sich nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem 2:2 (0:0).
Dramatische Aufholjagd in der Schlussphase
Die Partie entwickelte sich zunächst mit wenigen Torchancen, ehe in der zweiten Halbzeit ein Feuerwerk an Toren folgte. Jonathan Burkardt brachte die Eintracht Frankfurt in der 66. Minute in Führung, nur drei Minuten später erhöhte Arnaud Kalimuendo auf 2:0 für die Gastgeber. Doch die Kölner gaben nicht auf und starteten eine beeindruckende Aufholjagd.
Jakub Kamiński gelang in der 70. Minute der Anschlusstreffer, ehe Alessio Castro-Montes in der 83. Minute den verdienten Ausgleich erzielte. Obwohl es für den 1. FC Köln im achten Spiel in Folge keinen Sieg gab, besitzt das Remis im harten Abstiegskampf der Bundesliga großen Wert.
Tabellensituation nach dem Spiel
Mit nun 27 Punkten liegt Köln als Tabellenfünfzehnter weiterhin unter Druck. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf den VfL Wolfsburg auf dem ersten direkten Abstiegsplatz, während nur zwei Punkte zum FC St. Pauli auf dem Relegationsplatz fehlen. Die Eintracht Frankfurt von Cheftrainer Albert Riera verbleibt auf Tabellenplatz sieben und hat zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger SC Freiburg.
Wagners Premiere mit Vorfreude und Taktik
René Wagner, der kurz vor der Länderspielpause das Traineramt übernommen hatte, spürte vor seiner Premiere am Ostersonntag vor allem „Vorfreude“, wie er bei DAZN erklärte: „Die Jungs sind heiß. Viel braucht es nicht mehr von mir, vielleicht einen kleinen Schubser.“
Der Interimstrainer setzte wie angekündigt von Beginn an auf Jungstar Said El Mala und begründete diese Entscheidung: „Wir täten uns keinen Gefallen, den U21-Nationalspieler aktuell nicht aufzustellen.“ Die Frankfurter mussten dagegen auf 2014er-Weltmeister Mario Götze verzichten, der nach seiner Vertragsverlängerung unter der Woche zunächst auf der Bank Platz nahm.
Spielverlauf mit Chancen auf beiden Seiten
Die Kölner verpassten nur knapp den Traumstart, als Ragnar Ache in der ersten Minute eine große Chance vergab. Frankfurt übernahm daraufhin die Kontrolle, doch Ansgar Knauff (24.) und Arnaud Kalimuendo vergaben gute Möglichkeiten. Die Kölner kamen selten zur Entlastung, entfachten dann aber größere Gefahr als die Gastgeber.
Im zweiten Durchgang musste eine Einzelaktion helfen: Der eingewechselte Farès Chaibi startete einen Sololauf und fand in der Mitte Jonathan Burkardt, der aus kurzer Distanz einschob. Wenige Minuten später zog Kalimuendo aus dem Hintergrund ab und erhöhte, doch genau im Gegenzug traf auch Kamiński. Castro-Montes belohnte die Kölner schließlich für ihren großen Aufwand in der Schlussphase.
Das Remis zeigt, dass der 1. FC Köln unter neuer Führung weiterkämpfen will und im Abstiegskampf der Bundesliga jede einzelne Punkteteilung von Bedeutung ist.



