Köln-Trainer Kwasniok gratuliert Stuttgart ironisch vor dem Spiel zum Sieg
Köln-Trainer gratuliert Stuttgart ironisch vor Spiel

Köln-Trainer mit ironischem Gruß an Stuttgart vor Bundesliga-Duell

Der FC Köln steht unter enormem Druck in der Fußball-Bundesliga. Mit nur noch sechs Punkten Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz und vier Zählern bis zur Relegation erwartet die Geißbock-Elf am Samstagabend (18.30 Uhr) ein äußerst schwieriges Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart.

Kwasnioks augenzwinkernde Vorab-Gratulation

In einer kuriosen Pressekonferenz ließ Köln-Trainer Lukas Kwasniok (44) bereits vor dem Anpfiff seine ironischen Glückwünsche an den VfB Stuttgart los. „Eigentlich brauchen wir gar nicht anzutreten“, scherzte der Trainer und führte mit einem Schmunzeln aus: „Karnevalsbilanz? Schlecht! Gegen die großen Teams? Schlecht! Samstagabend? Noch schlechter. Insofern jetzt schon Glückwünsche an den VfB Stuttgart. Wir versuchen uns bestmöglich zu verkaufen.“

Hinter dieser flapsigen Bemerkung verbirgt sich jedoch ein ernsthafter statistischer Hintergrund, der die aktuelle Situation des FC Köln verdeutlicht.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die ernüchternden Zahlen hinter dem Humor

Karnevalsfluch: Während der Karnevalszeit zwischen Weiberfastnacht und Rosenmontag hat Köln aus den letzten 16 Partien lediglich zwei Siege erringen können. Der letzte Karnevalssieg gelang 2020 unter Ex-Trainer Markus Gisdol (56) mit einem 5:0-Erfolg in Berlin.

Top-Gegner als Problem: Gegen die Spitzenteams der Liga – Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig, VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen – blieb der FC Köln in dieser Saison bisher sieglos.

Samstagabend-Dilemma: Aus den letzten zwölf Samstagabend-Partien holte Köln nur einen einzigen Dreier, zuletzt im Februar 2024 mit einem 2:0-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt.

Ein Hoffnungsschimmer am Horizont

Dennoch gibt es für die Kölner durchaus positive Signale. In der Hinrunde gelang dem Team ein beachtlicher 1:0-Auswärtssieg am Freitagabend in Hoffenheim. Damals standen die Kraichgauer zwar erst auf dem sechsten Spieltag und waren noch kein etablierter Top-Gegner, mittlerweile rangiert Hoffenheim jedoch auf dem dritten Tabellenplatz.

Kwasnioks ernster Appell an seine Spieler

Damit die ironische Vorab-Gratulation am Ende nicht zur Realität wird, fordert Trainer Kwasniok von seiner Mannschaft eine absolute Top-Leistung. „Wir freuen uns auf dieses Spiel“, betonte der Trainer und richtete eine klare Botschaft an seine Spieler: „Wenn du 280 Spiele hast und das nächste Spiel ist für dich nichts Besonderes mehr in der Bundesliga, dann lerne Elektriker. Dann hast du wieder eine neue Herausforderung, die macht dir Spaß. Wenn du die Gier und die Freude auf das Spiel verlierst, bist du nicht mehr bei 100 Prozent.“

Logistische Herausforderungen für die Fans

Der FC Köln wird in Stuttgart von etwa 5100 treuen Anhängern unterstützt, die erhebliche Strapazen auf sich nehmen. Die Rückreise gestaltet sich aufgrund von Bahnproblemen und einer Streckensperrung mit dem Zug nahezu unmöglich beziehungsweise würde unverhältnismäßig lange dauern. Der Verein hat bereits davon abgeraten, die Rückfahrt mit der Bahn anzutreten.

Das Bundesliga-Duell zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Köln verspricht trotz aller statistischen Widrigkeiten spannend zu werden – ob Trainer Kwasnioks ironische Gratulation am Ende berechtigt war oder seine Mannschaft die Statistik bricht, wird sich am Samstagabend zeigen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration