Kölns neuer Trainer René Wagner startet mit kuriosem Geständnis und Rettungsplan
Kölns neuer Trainer Wagner startet mit Geständnis und Rettungsplan

Kölns neuer Chef-Trainer startet mit humorvollem Geständnis und klarem Rettungsplan

Der 1. FC Köln hat nach der Entlassung von Ex-Coach Lukas Kwasniok dessen bisherigen Assistenten René Wagner zum neuen Chef-Trainer ernannt. Für den 37-jährigen ehemaligen Baumgart-Lehrling bedeutet dies die erste Boss-Rolle überhaupt – und die könnte brisanter kaum sein. Dennoch startet Wagner seine Rettungsmission mit einem kuriosen und durchaus humorvollen Geständnis.

Verwechslungskomödie am Geißbockheim

Der neue Köln-Coach sieht ausgerechnet dem Chef-Physio des Vereins, Christian Osebold, extrem ähnlich. Die Ähnlichkeit ist so frappierend, dass es sogar Spekulationen gab, Wagner sei am Tag der Kwasniok-Entlassung am Geißbockheim gewesen. Wagner stellt hierzu klar: „Dann hätte ich vieles falsch gemacht. Ich saß zu Hause auf der Couch.“ Doch die Verwechslungsgefahr ist real: „Tatsächlich geht es meiner Frau und der Frau von Ose aber auch so, dass sie uns an der Seitenlinie manchmal nicht unterscheiden können.“

Spätestens mit seiner Ernennung zum Chef-Trainer dürfte diese Verwechslungsgefahr jedoch kleiner werden. Als neuer Boss ist Wagner nun hauptverantwortlich für die dringende Rettungsmission des abstiegsbedrohten Bundesligisten.

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Die schwierige Ausgangslage und Wagners Ansatz

Die Bedingungen für eine Chef-Premiere in der Bundesliga könnten schwieriger kaum sein. Noch sieben Spiele bleiben in der Saison, mindestens sieben Punkte werden benötigt, um den Klassenerhalt zu sichern. Der 1. FC Köln steht nach einer katastrophalen Serie von nur zwei Siegen aus den letzten achtzehn Spielen tief im Abstiegskampf.

Wagner kommentiert die Situation nüchtern: „Ich versuche die Aufgabe zu erfüllen, die der Verein uns gegeben hat. Ich kenne die Mannschaft, die Stadt, den Klub. Von daher macht es mich auch ein wenig stolz. Aber darum geht es jetzt nicht.“ Sein Fokus liegt klar auf der sportlichen Aufgabe, nicht auf persönlichen Chancen oder Herausforderungen.

Druck lösen und Gemeinschaft stärken

Der Druck auf den Verein ist immens. Die Abstiegspanik ist zurück, die Erwartungshaltung an den Aufsteiger riesig. Wagners Rezept dagegen: Ruhe bewahren und den Druck von den Spielern nehmen. „Es prasselt vieles auf uns ein. Und wir haben eine Drucksituation, wenn wir da unten stehen. Aber ich selbst versuche, den Druck ein bisschen auszublenden. Und natürlich ist es meine Aufgabe, den Druck von den Spielern weitestgehend zu lösen.“

Erste Erfolge dieses Ansatzes sind bereits in den Trainingseinheiten zu beobachten. Es wird wieder viel gelacht, die Laune bei den Profis ist hörbar besser, der Spaß am Spiel kehrt zurück. Selbst zuletzt frustrierte Spieler wirken plötzlich wieder motivierter.

Der Rettungsplan für die letzten sieben Spiele

Wagners Plan für das erste Spiel am Ostersonntag in Frankfurt und die verbleibende Saison steht: Druck lösen, Lockerheit reinbringen, Spieler motivieren und die Gemeinschaft stärken. „Jeder Trainer hat immer kleine Dinge, die verbessert werden können“, sagt Wagner und verspricht: „Wir haben einen guten Plan Richtung Frankfurt.“

Besonders wichtig ist ihm, alle Spieler mitzunehmen. „Bei einem Trainerwechsel gibt es immer Jungs, die mit der aktuellen Situation unzufrieden sind. Aber auch Spieler, die super zufrieden waren, eine tragende Rolle gespielt haben und sich jetzt fragen, was aus ihnen wird. Um die gilt es sich auch zu kümmern.“

Persönliche Zukunft und Vereinszukunft hängen zusammen

Der Optimismus ist da, doch Wagner ist sich der Ernsthaftigkeit der Situation voll bewusst. Sein Plan muss aufgehen – sowohl für die Zukunft des 1. FC Köln als auch für seine persönliche Trainer-Karriere. „Ich habe diese Chance bekommen. Mal sehen, ob es am Ende meine letzte war.“

Seine Philosophie ist klar: „Ich habe auf jeden Fall die größte Erfolgschance, wenn alle anderen Erfolg haben. Deshalb kümmere ich mich jetzt darum, dass es allen gut geht.“ Mit diesem Team-first-Ansatz und einer Portion Humor startet René Wagner seine Mission, den 1. FC Köln doch noch vor dem achten Abstieg in der Vereinsgeschichte zu bewahren.

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