Kompany erklärt Wechsel-Chaos: Bayern-Stars warteten zehn Minuten am Spielfeldrand
Beim Bundesliga-Heimspiel des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt am Samstag kam es zu kuriosen Szenen vor der Auswechselbank des Rekordmeisters. Nur besonders aufmerksame Fans bemerkten den Wechsel-Wirrwarr, der für Verwirrung sorgte.
Chaotische Minuten beim 3:2-Sieg
In der 67. Minute beim Stand von 2:0 wollte Trainer Vincent Kompany zunächst Jonathan Tah und Tom Bischof einwechseln. Doch nach dem 3:0 durch Harry Kane nur eine Minute später wurde Tah wieder zurück auf die Bank geschickt. Stattdessen bereiteten sich Leon Goretzka und Serge Gnabry für ihre Einwechslung vor.
Doch kurz vor der geplanten Einwechslung griff der Video-Assistent nach einem Foul von Harry Kane im eigenen Strafraum ein. Der Schiedsrichter gab Elfmeter, den Frankfurts Jonathan Burkardt in der 77. Minute zum 3:1 verwandelte. Im Anschluss brachte Kompany nur Gnabry und Bischof ins Spiel. Goretzka musste nach zehn Minuten Wartezeit am Spielfeldrand wieder auf die Bank zurückkehren.
Kompany klärt die Hintergründe auf
Auf Nachfrage erklärte Kompany nach der Partie: „Da hat sich gezeigt, wie ein Spiel manchmal läuft. Es stand erst mal 2:0. Dann hatten wir ein bisschen das Gefühl, dass Minjae Kim vielleicht Probleme mit der Wade hat. Und bei dem Spielstand denkst du: ‚Okay, dann bringst du Jonathan Tah rein und gehst kein Risiko.‘ Dann stand es auf einmal 3:0. Dann werfe ich natürlich nicht Jonathan Tah rein, wenn ich weiß, dass er noch eine Gelbe Karte davon entfernt ist, fürs nächste Spiel gegen Dortmund gesperrt zu werden. Deshalb hat er sich wieder hingesetzt.“
Der Trainer wollte ursprünglich Kim durch Tah ersetzen, um das 2:0 zu sichern. Nach dem 3:0 schien der Sieg sicherer, sodass Kompany das Risiko vermeiden wollte, dass Tah nach einer früheren Einwechslung die Gelbe Karte sieht und für den Liga-Gipfel beim BVB gesperrt wird. Die geplante Goretzka-Einwechslung fiel nach dem Frankfurter 3:1 flach.
Logische Erklärungen und zufriedener Ausgang
Kurioserweise wurde auf den Stadionbildschirmen bereits das Bild von Goretzka angezeigt, um die Einwechslung anzukündigen. Bischof kam in der 77. Minute tatsächlich für Pavlovic, da dieser laut Kompany Oberschenkelprobleme zeigte. Der Trainer verriet: „Ich habe es den Spielern ganz logisch erklärt und gesagt: ‚Ihr werdet das alle verstehen, wenn ihr mal Trainer werdet.‘ Das waren verrückte Minuten.“
Rückblickend ist Kompany mit seinen Entscheidungen zufrieden: „Am Ende haben wir die Entscheidungen getroffen, die uns die Möglichkeit gegeben haben, das Spiel zu gewinnen und trotzdem keine Gelbsperre zu bekommen.“ Von den drei Stars mit jeweils vier Gelben Karten – Joshua Kimmich, Jonathan Tah und Leon Goretzka – wurde keiner verwarnt, sodass das Trio für den Meister-Gipfel gegen Dortmund spielberechtigt ist.



