Kompany blickt mit weniger Sorgen auf Länderspielpause vor Real-Duell
Bayern-Trainer Vincent Kompany betrachtet die anstehende Länderspielpause in diesem Jahr mit deutlich weniger mulmigen Gefühlen als noch im März 2025. Damals erlitten die Bayern-Profis Alphonso Davies und Dayot Upamecano schwere Knieverletzungen während der Pflichtspiele, die zu Operationen und langen Ausfällen in der entscheidenden Saisonphase führten. Fast alle Münchner Spieler, von Harry Kane bis Michael Olise, sind nun für internationale Einsätze nominiert, darunter sieben allein für die deutsche Nationalmannschaft.
Freundschaftsspiele statt Pflichtspiele als entscheidender Unterschied
„Die Länderspielpause haben wir natürlich nicht im Griff. Aber es gibt einen großen Unterschied zum vergangenen Jahr. Da waren es Pflichtspiele, jetzt sind es meistens Freundschaftsspiele“, erklärte Kompany nach den bitteren Erfahrungen des Vorjahres. Dieser Umstand gibt dem Trainer Hoffnung, dass seine Spieler gesund aus den internationalen Begegnungen zurückkehren werden. Für Sportvorstand Max Eberl waren die Verletzungen im März 2025 sogar ein „Casus Knacksus“, also der entscheidende Knackpunkt der gesamten Saison, die mit dem Ausscheiden im Champions-League-Viertelfinale gegen Inter Mailand endete.
Abstimmung mit Nationaltrainern reduziert Risiken
Kompany stand vor den ersten Länderspielen im WM-Jahr in intensivem Kontakt mit zahlreichen Auswahl-Coaches, darunter auch Bundestrainer Julian Nagelsmann. „Und viele Nationaltrainer haben schon entschieden, dass die Spieler wahrscheinlich keine zwei Spiele machen“, verriet der Bayern-Coach. Diese Absprachen bewertet er als wesentlichen Fortschritt: „Das ändert viel. Deswegen hoffe ich, dass dieses Mal alles gut läuft für uns.“ Besonders wichtig ist die Gesundheit der Spieler angesichts des anstehenden Giganten-Viertelfinales in der Champions League gegen Real Madrid Anfang April.
Musiala-Rückkehr wird behutsam gestaltet
Im Austausch mit Julian Nagelsmann konnte Kompany vereinbaren, dass Jamal Musiala nach einer Schmerzreaktion am operierten linken Bein nicht zum DFB-Team reist. Nagelsmann hatte eigentlich auf ein Comeback des 23-Jährigen nach einem Jahr ohne Länderspiele gehofft. „Bei Jamal haben wir eins zu eins das gleiche Ziel. Wir wollen das Beste für Jamal, damit er wieder sein bestes Level erreicht. Dann ist es gut für die Nationalmannschaft und gut für uns“, berichtete Kompany über die konstruktive Zusammenarbeit. Wann Musiala für den Bundesliga-Tabellenführer wieder spielen kann, bleibt vorerst offen. Der Trainer betonte: „Sorgen mache ich mir überhaupt nicht. Es ist ein Prozess, der etwas Zeit braucht.“
Die Bayern hoffen nun, dass die Länderspielpause ohne weitere Verletzungen verläuft und sie mit voller Stärke in das entscheidende Champions-League-Duell gegen Real Madrid gehen können. Die Erfahrungen des Vorjahres haben das Bewusstsein für die Risiken internationaler Einsätze geschärft, doch die veränderte Situation mit überwiegend Freundschaftsspielen und abgestimmten Einsatzzeiten gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus.



