Kompany verteidigt Jackson: Bayerns Leih-Stürmer glänzt als Kane-Ersatz gegen Gladbach
Kompany verteidigt Jackson: Bayerns Leih-Stürmer glänzt

Kompany stellt sich hinter Jackson: Leih-Stürmer überzeugt als Kane-Vertreter

Beim souveränen 4:1-Heimsieg des FC Bayern München gegen den Abstiegskandidaten Borussia Mönchengladbach musste der Rekordmeister erstmals in dieser Saison auf seine Tormaschine Harry Kane verzichten. Der 32-jährige Engländer hatte sich im Training einen Schlag zugezogen und wurde aus Vorsichtsgründen geschont. An seiner Stelle übernahm der leihweise vom FC Chelsea verpflichtete Nicolas Jackson die Rolle des Mittelstürmers – und erfüllte diese mit Bravour.

Jackson belohnt sich nach Anlaufschwierigkeiten

Der 24-jährige Senegalese, der seit Ende Januar nicht mehr von Beginn an gespielt hatte, zeigte in der ersten Halbzeit noch deutliche Anzeichen von Spielrhythmusmangel. Abläufe wollten nicht so recht klappen, und einige Chancen vergab der Offensivspieler. Doch Jackson ließ sich nicht entmutigen und blieb dran. In der 79. Minute war es dann soweit: Nach einer präzisen Hereingabe von Lennart Karl staubte Jackson aus kürzester Distanz zum 4:1-Endstand ab. Es war bereits sein vierter Saisontreffer.

„Er hat sehr gut gespielt“, lobte Trainer Vincent Kompany seinen Schützling nach dem Spiel. „Das freut mich für Jacko, aber es ist nichts Besonderes. Es ist das, was er immer gemacht hat. So trainiert er. Heute hat er es gezeigt, hoffentlich bald wieder. Gut für ihn, gut für Bayern.“

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Kompany wehrt sich gegen „unfaire“ Gerüchte

In den vergangenen Wochen hatten immer wieder Gerüchte die Runde gemacht, Jackson sei mit seiner Rolle als Ersatzspieler unzufrieden und unglücklich über seine geringen Einsatzzeiten. Kompany wies diese Spekulationen entschieden zurück und zeigte sich verwundert über die aus seiner Sicht unfaire Behandlung des Spielers.

„Der Junge hat nicht schlecht gespielt, der Junge hat nichts Falsches gemacht. Er hat super trainiert, das Verhalten zu seinen Mitspielern war top“, betonte der Bayern-Trainer. „Er kam vom Afrika-Cup als Champion zurück, aber irgendwie entstehen dann Geschichten über ein oder zwei Jungs aus unserer Mannschaft. Letztes Jahr war oft Serge Gnabry Thema oder Kingsley Coman. Jetzt war es Nicolas Jackson.“

Eberl lobt Jacksons Effizienz

Auch Sportvorstand Max Eberl stellte sich vor den Leih-Stürmer, der für eine Rekord-Leihgebühr von 16,5 Millionen Euro vom FC Chelsea geholt wurde. „Er trifft und holt den Elfmeter heraus“, so Eberl, der auf Jacksons beeindruckende Statistik verwies: In 23 Pflichtspielen erzielte der Senegalese sechs Tore und zwei Vorlagen bei nur 731 Spielminuten – ein Treffer alle 122 Minuten.

„Er hilft uns immer wieder in den Momenten, in denen wir ihn brauchen. Wenn er auf den Platz muss, ist er da – und das hat er heute auch wieder getan“, erklärte Eberl und bezeichnete Jacksons Quote als „sehr, sehr gut“.

Realistische Einschätzungen zur Zukunft

Kompany blieb dennoch realistisch: „Wenn Harry Kane auf deiner Position spielt oder Michael Olise oder Lucho Díaz, dann ist es ein bisschen schwierig. Mehr ist es nicht.“ Noch deutlicher wurde Eberl: „An Harry Kane ist kein Vorbeikommen. Drumherum haben wir andere sehr, sehr gute Offensivspieler.“

Die Zukunft von Jackson bei den Bayern erscheint ungewiss. Die im Leihvertrag vereinbarte Kaufpflicht in Höhe von 65 Millionen Euro bei 40 Pflichtspieleinsätzen wird voraussichtlich nicht greifen. Auch eine Rückkehr zu Chelsea gilt als unwahrscheinlich. Bis zum Saisonende könnte der Senegalese jedoch noch eine wichtige Joker-Rolle für die Münchner spielen – nicht zuletzt dank der kollektiven Unterstützung aus Trainer- und Führungsetage.

Was Jackson nun braucht, ist Geduld, weitere Spielminuten und ein gut durchdachter Plan für den Sommer. Die Bayern werden sich ihrerseits nach einem neuen Backup für Harry Kane umsehen müssen – keine leichte Aufgabe für die Verantwortlichen und für den Stürmer, der diese Rolle übernehmen wird.

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