BVB-Trainer Kovac bedauert Anselminos Entwicklung bei Racing Straßburg
Kovac bedauert Anselminos Entwicklung bei Racing Straßburg

BVB-Trainer Kovac äußert sich emotional über Anselminos schwierige Situation

Mainz 05 empfängt am Donnerstagabend im Viertelfinale der Conference League Racing Straßburg – und damit auch einen ehemaligen Spieler von Borussia Dortmund. Die Entwicklung von Aaron Anselmino bereitet seinem Ex-Trainer Niko Kovac sichtlich Kummer. Der BVB-Trainer lässt in einer Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Leverkusen tiefe Emotionen erkennen.

Anselminos Oberschenkelprobleme verhindern Durchbruch

Für Aaron Anselmino könnte sich am Donnerstag in der Mainzer MEWA-Arena erfüllen, was ihm Ende September verwehrt blieb: ein Einsatz in dieser Arena, diesmal im Trikot von Racing Straßburg. Seit seinem Wechsel im Winter kämpft der argentinische Innenverteidiger weiterhin mit den Oberschenkelproblemen, die ihn bereits in Dortmund plagten.

Beim Tabellenachten der französischen Ligue 1 kam der 20-Jährige in zwölf möglichen Spielen lediglich dreimal zum Einsatz – insgesamt nur 15 Spielminuten. Eine enttäuschende Bilanz für den talentierten Verteidiger, der in Dortmund trotz nur zehn Einsätzen (ein Tor, eine Vorlage) immer überzeugte, wenn er fit war.

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Kovacs emotionale Worte: „Es tut mir weh“

„Ich schaue immer wieder auf meiner App, wie Straßburg gespielt hat bzw. ob er gespielt hat. Das ist völlig normal“, gesteht Niko Kovac auf Nachfrage von SPORT1. Und dann folgen die bemerkenswerten Sätze: „Es tut mir schon weh, dass er nicht so oft spielt, wie er das bei uns gemacht hat und getan hätte.“

Diese Aussage klingt wie ein versteckter Vorwurf an Chelsea, die Anselmino überraschend im Winter aus Dortmund abberiefen, statt ihn – wie geplant – bis Sommer Spielpraxis sammeln zu lassen. Kovacs zusätzlicher Kommentar „Aber man weiß ja nie, was im Leben passiert“ sorgte für Spekulationen, die der Trainer jedoch schnell mit einem Lachen und der Mahnung „Nicht doppeldeutig! Also nicht falsch interpretieren!“ zu zerstreuen versuchte.

Hohe Wertschätzung und tränenreicher Abschied

Als Anselmino im Sommer zum BVB wechselte, war er eigentlich als Ersatzspieler eingeplant. Doch Verletzungssorgen katapultierten ihn überraschend in die Startelf gegen Union Berlin, wo er mit einem „Weltklasse-Spiel“ (Kovac) begeisterte. Der Trainer beschrieb ihn damals als „sensationell gut“ und den Transfer als „guten Fang“.

Umso schmerzhafter war sein überraschender Abgang im Winter: Unter Tränen verabschiedete sich Anselmino nach nur fünf Monaten von Teamkollegen und BVB-Mitarbeitern. Die Fans hatten den Argentinier ins Herz geschlossen, weil er genau das verkörperte, was im Ruhrpott geschätzt wird: Aggressivität, Leidenschaft, Dynamik und Ballstärke.

Chelseas umstrittene Transferpolitik

Dass Chelsea ihren Innenverteidiger (Vertrag bis 2031) im Winter plötzlich vom BVB zurückbeorderte – nicht für Einsätze in London, sondern zur Weiterverleihung an den Partnerverein Racing Straßburg – stößt in Dortmund bis heute auf Unverständnis. Solche Transfermanöver sind bei den Londonern zwar nicht ungewöhnlich, aber für den Spieler eine belastende Odyssee.

Die Befürchtung der Blues, Anselmino könnte sich in Dortmund zu sehr einleben und einen Wechsel verweigern, war vermutlich berechtigt. Für den jungen Verteidiger bedeutet dies jedoch kontinuierliche Anpassungsschwierigkeiten und eingeschränkte Spielpraxis.

BVB beobachtet Entwicklung weiterhin genau

Borussia Dortmund verfolgt die Entwicklung des Youngsters weiterhin aufmerksam. Mit Niklas Süle verlässt bereits ein Innenverteidiger den Verein sicher, Nico Schlotterbeck könnte folgen. Die Rückholung eines bereits bekannten und geschätzten Spielers wie Anselmino erscheint da durchaus denkbar.

Für den Donnerstagabend gilt Anselmino als spielfit. Er könnte nun nachholen, was ihm im September mit dem BVB verwehrt blieb: ein erfolgreicher Auftritt in der Mainzer Arena. Die Augen vieler Dortmunder werden ihn dabei begleiten – nicht zuletzt die seines ehemaligen Trainers Niko Kovac, dem die aktuelle Situation seines Ex-Schützens sichtlich nahegeht.

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