Kreispokal-Halbfinale in Vorpommern endet mit doppeltem Aus für lokale Teams
Die Saison 2025/26 im Fußball-Kreispokal des Kreises Vorpommern-Greifswald wird ohne Beteiligung lokaler Mannschaften zu Ende gehen. Sowohl der amtierende Titelverteidiger SV Rollwitz als auch der Kreisoberligist Einheit Strasburg sind im Halbfinale ausgeschieden, womit die letzten Vertreter aus der Region den Wettbewerb verlassen haben.
Rollwitz: Personalmangel verhindert Pokal-Antritt
Der SV Rollwitz trat sein Halbfinalspiel beim SV Murchin/Rubkow am Ostermontag gar nicht erst an. Co-Trainer Cornelius Hahn erklärte die schwierige Situation: „Am Samstag hatten wir noch elf Spieler zur Verfügung. Bis Sonntagabend meldeten sich zwei weitere krank. Mit neun Aktiven, darunter einige erfahrene Spieler, macht ein Pokal-Halbfinale einfach keinen Sinn.“ Die Verantwortlichen des Vereins informierten Gastgeber und Spielkommission ordnungsgemäß über den Rückzug.
Hahn betonte die Enttäuschung im Team: „Wir sind selbst sehr unglücklich darüber, dass wir als Titelverteidiger unsere Chance auf ein erneutes Finale nicht wahrnehmen können. Nach Absprache mit Vorstand und Trainerteam war diese Entscheidung jedoch unumgänglich.“
Strasburg: Knappe Niederlage trotz kämpferischer Leistung
Während Rollwitz nicht antreten konnte, unterlag Einheit Strasburg beim VSV Lassan mit 2:3. Vor etwa 340 Zuschauern zeigten die Uckermarkstädter von Beginn an vollen Einsatz, doch der Fußballgott war nicht auf ihrer Seite, wie Trainer Tom Wasserstahl bedauerte.
Die erste Halbzeit entwickelte sich für Strasburg enttäuschend. Marwin Michelson brachte Lassan in der 25. Minute per Elfmeter in Führung, ehe Markus Meißner in der 39. Minute auf 2:0 erhöhte. In der Halbzeitpause forderte Wasserstahl seine Mannschaft zum kompletten Einsatz auf: „Wenn wir das Ergebnis noch drehen wollen, müssen wir im zweiten Abschnitt alles reinhauen.“
Die Strasburger reagierten prompt und kamen durch Leo Alexander Vorreyer in der 49. Minute zum 1:2. Trotz weiterer Chancen durch Kapitän Paul Gurni und Niclas Reineck gelang der Ausgleich nicht. Stattdessen nutzte Paul-Marten Eckloff eine Unachtsamkeit der Gäste zum 3:1 für Lassan in der 31. Minute der zweiten Hälfte.
Ein spätes Tor von Franz Gehse per Elfmeter in der Nachspielzeit (90.+5) ließ noch einmal Hoffnung aufkommen, doch der VSV Lassan behielt die Oberhand. Trainer Wasserstahl analysierte die Niederlage: „Die beiden Gegentore in der ersten Hälfte waren der Genickbrecher. Wenn man ins Finale will, musst du über 90 Minuten voll konzentriert sein. Das waren wir heute nicht.“
Finale im Juni ohne Vorpommern-Beteiligung
Das Kreispokal-Finale findet am 27. Juni zwischen dem SV Murchin/Rubkow und dem VSV Lassan statt. Der genaue Austragungsort wurde vom Fußballverband Vorpommern-Greifswald noch nicht bekanntgegeben. Für die Region bedeutet dies das Ende der Pokalträume in dieser Saison, nachdem beide letzten Vertreter im Halbfinale scheiterten.



