Krieg im Iran bedroht WM-Traum des Iraks: Qualifikationsspiel in Gefahr
Die irakische Fußballnationalmannschaft bangt um ihre Teilnahme an den Playoffs für die Weltmeisterschaft 2026. Der anhaltende Krieg im Iran hat schwerwiegende Folgen für den Sport, denn der gesperrte Luftraum und geschlossene Botschaften behindern die Vorbereitungen massiv.
Logistische Hürden durch gesperrten Luftraum
Nach Angaben des irakischen Fußballverbands darf Cheftrainer Graham Arnold (62) die Vereinigten Arabischen Emirate aufgrund des gesperrten Luftraums nicht verlassen. In einer offiziellen Stellungnahme heißt es zudem: „Darüber hinaus bleiben mehrere Botschaften derzeit geschlossen, sodass mehrere Profispieler, technische und medizinische Mitarbeiter keine Einreisevisa für Mexiko erhalten können.“ Diese Situation stellt die Mannschaft vor enorme Herausforderungen.
Wichtiges Playoff-Spiel in Monterrey
Der Irak soll am 31. März im WM-Spielort Monterrey entweder gegen Bolivien oder Suriname um einen der letzten beiden Plätze für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada spielen. Für den Irak wäre es nach 1986 erst die zweite Teilnahme am größten Fußballturnier der Welt – ein historischer Moment, der nun gefährdet ist.
Mexiko bemüht sich um Lösungen
Das mexikanische Außenministerium erklärte, die Schwierigkeiten hingen auch damit zusammen, dass Mexiko keine Botschaft im Irak unterhalte. Die mexikanische Vertretung in den Vereinigten Arabischen Emiraten stehe jedoch in Kontakt mit dem irakischen Verband. Visa könnten auch in europäischen Ländern ausgestellt werden. Die nötigen Namen seien angefordert worden, um das Verfahren zu beschleunigen.
Alternative Wege zur WM
Sollte sich der Irak nicht über die Playoffs qualifizieren, könnte es noch einen anderen Weg zur WM geben. Im Fall, dass der Iran nicht an dem Turnier teilnimmt, gelten der Irak oder die Vereinigten Arabischen Emirate als wahrscheinlichste Nachrücker. Die rechtlichen Bestimmungen der Fifa dazu sind jedoch vage und bieten keine klaren Perspektiven.
Iranische Mannschaft in Unsicherheit
Der WM-Spielplan sieht vor, dass die iranische Nationalmannschaft in der Gruppe G am 15. Juni in Los Angeles gegen Neuseeland antritt, danach ebenfalls in Los Angeles gegen Belgien (21. Juni) und schließlich in Seattle gegen Ägypten (26. Juni). Der Präsident des iranischen Fußballverbandes, Mehdi Taj, hatte nach dem Ausbruch des Krieges gesagt: „Sicher ist, dass wir nach diesem Angriff nicht mehr mit Hoffnung auf die Weltmeisterschaft blicken können.“ Diese Aussage unterstreicht die allgemeine Unsicherheit in der Region.
Der irakische Verband ist nach eigenen Angaben im ständigen Austausch mit dem Weltverband Fifa sowie dem asiatischen Kontinentalverband, um eine Lösung zu finden. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, ob der WM-Traum des Iraks doch noch in Erfüllung gehen kann.



