Toni Kroos präsentiert überraschende Wunschelf: Schlotterbeck in neuer Rolle
Im Kopf von Toni Kroos spielt die anstehende Weltmeisterschaft bereits eine große Rolle. Die deutsche Fußballlegende macht sich intensive Gedanken über eine perfekte Aufstellung für die DFB-Elf und hat dabei einen überraschenden Vorschlag für die Position von Nico Schlotterbeck entwickelt.
Kroos orientiert sich an Weltmeister-Formation von 2014
In seinem Podcast „Einfach mal luppen“ erklärte der Weltmeister von 2014, dass er mit einem 4-3-3-System spielen lassen würde. Darin würde er dem BVB-Star Schlotterbeck eine besondere Rolle zukommen lassen und ihn von seiner angestammten Position in der Innenverteidigung wegziehen. „Ich hätte mich ein bisschen an 2014 orientiert, speziell was die Viererkette betrifft“, erläuterte Kroos. „Also ohne klassische Flügelflitzer.“
Als Deutschland vor zwölf Jahren in Brasilien den Titel holte, nutzte der damalige Bundestrainer Joachim Löw diesen taktischen Kniff. Er ließ hinten rechts mit Benedikt Höwedes einen Mann aus dem Zentrum für zusätzliche defensive Stabilität einsetzen. Nun würde Kroos auf der linken Seite diesen Ansatz mit Schlotterbeck umsetzen. „Er hat einen guten Fuß“, lobte Kroos den Dortmunder Verteidiger.
Bruder Felix Kroos mit konkreterer Traumelf
Während sich Toni Kroos nicht weiter in die Karten schauen lassen wollte, wurde sein Bruder Felix deutlich konkreter. Er verlas bereits seine persönliche Traumelf für die Nationalmannschaft. Überraschend dabei: Deutschland würde unter seiner Führung vor Torhüter Oliver Baumann mit einer Dreierkette agieren, und Schlotterbeck würde dabei außen vor bleiben.
Stattdessen fiel seine Wahl auf die Defensivreihe mit Jonathan Tah, Antonio Rüdiger und Yann Bisseck. „Weil sonst drei Alphatiere nebeneinander spielen würden“, begründete Felix Kroos seine Entscheidung mit Blick auf Schlotterbeck. Auch im Mittelfeld überraschte er mit seiner Auswahl von Jamie Leweling auf der rechten Außenbahn.
Daneben würde er auf Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic und David Raum setzen. Die offensive Dreierreihe führen bei ihm Jamal Musiala und Florian Wirtz an. Als zentraler Stürmer wählte Felix Kroos Deniz Undav aus. Diese Aufstellung zeigt deutlich unterschiedliche taktische Vorstellungen innerhalb der Kroos-Familie.
Diskussion um optimale DFB-Formation entfacht
Die Veröffentlichung der beiden Wunschelf-Aufstellungen hat eine lebhafte Diskussion über die optimale Taktik für die deutsche Nationalmannschaft entfacht. Während Toni Kroos auf bewährte Muster aus der erfolgreichen Vergangenheit setzt und Schlotterbeck in einer ungewöhnlichen Rolle sieht, bevorzugt sein Bruder Felix eine modernere Dreierkette mit anderen personellen Besetzungen.
Beide Konzepte haben ihre Vor- und Nachteile, und es bleibt abzuwarten, welchen Weg der aktuelle Bundestrainer letztendlich einschlagen wird. Die Debatte zeigt jedoch, wie intensiv sich selbst ehemalige Profis wie die Kroos-Brüder mit der Zukunft des deutschen Fußballs auseinandersetzen.



