SGE-Boss Krösche kritisiert DFB scharf: Nationalteam nicht mehr wettbewerbsfähig
Krösche: DFB-Elf nicht wettbewerbsfähig gegenüber großen Nationen

SGE-Boss Krösche teilt deutlich gegen den DFB aus

Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche hat in einer deutlichen Stellungnahme den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dessen Arbeit der vergangenen Jahre massiv kritisiert. Am Rande des Frühjahrsempfangs der Eintracht Frankfurt äußerte der 45-Jährige scharfe Worte zur aktuellen Situation des deutschen Fußballs.

Nationalteam nicht mehr wettbewerbsfähig

Krösche befand, dass das deutsche Nationalteam in einigen entscheidenden Bereichen „nicht mehr wettbewerbsfähig gegenüber großen Nationen“ sei. Besonders die Nachwuchsarbeit in Deutschland störe ihn massiv. „Weil wir es einfach die letzten Jahre viel zu schlecht gemacht haben, gerade auch im Verhältnis zu anderen Nationen. Deswegen hinken wir hinterher“, erklärte der Sportvorstand.

Kritik an Trainern und Entwicklungsfeldern

Der Eintracht-Manager ließ auch kein gutes Haar an den Trainern der Profi-Vereine. Seiner Ansicht nach bestehe das Interesse vieler Trainer vorrangig darin, sich selbst weiterzuentwickeln. „Dann stehen die Ergebnisse natürlich im Fokus, womit die individuelle Entwicklung von Spielern oft auf der Strecke bleibt“, kritisierte Krösche. Auch die von der DFL angekündigte neue U21-Liga reiche ihm nicht aus, um im Nachwuchsbereich voranzukommen. „Wir haben noch viele Entwicklungsfelder in der Trainerentwicklung und in der Spielerentwicklung, auch da haben wir zuletzt vieles einfach viel zu schlecht gemacht.“

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DFB hat „den Weg verlassen“ nach WM-Titel 2014

Krösche bemängelte zudem, dass sich der DFB nach dem WM-Titel 2014 zu sehr auf dem Erfolg ausgeruht habe. Die Folgen davon seien mehr als zehn Jahre später deutlich spürbar. „Ich glaube, dass wir seit diesem Moment so ein bisschen den Weg verlassen haben. Wenn du erfolgreich bist, dann machst du meistens die größten Fehler“, analysierte der Sportvorstand. Seit 2021 lenkt der gebürtige Hannoveraner das sportliche Geschehen der Eintracht Frankfurt und setzte in dieser Zeit selbst vor allem auf eine Transferpolitik mit Jugendspielern. Aus dem aktuellen Frankfurter Kader schafften die Youngster Nathaniel Brown und Nnamdi Collins jüngst den Sprung in die deutsche Nationalmannschaft.

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