Schande von Dresden: Max Kruse ätzt gegen Zweitliga-Chaoten nach Stadioneskalation
Das Zweitliga-Abendspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC (0:1) eskalierte am Samstagabend im Rudolf-Harbig-Stadion völlig. Schwere Ausschreitungen überschatteten die sportliche Begegnung, als Chaoten beider Vereine durch den Innenraum jagten und Pyrotechnik in gegnerische Blöcke warfen.
Kruse meldet sich auf Instagram zu Wort
Bereits in der Halbzeitpause meldete sich TV-Fußballexperte und Ex-Nationalstürmer Max Kruse (38) auf seinem Instagram-Kanal mit 467.000 Followern zu den Vorfällen. „Auf beiden Seiten gab es leider ein paar Chaoten, die den schönen Fußball kaputt machen“, schrieb der ehemalige DFB-Akteur deutlich.
Was genau geschah im Stadion?
Die Eskalation begann, als Hertha-Chaoten Pyros in den Dynamo-Block schossen und von der Tribüne in den Innenbereich sprangen. Daraufhin stürmten Ultras des Dresdner K-Blocks Richtung Gästekurve und warfen ihrerseits Leuchtfackeln Richtung Hertha-Anhänger. Es kam zu gewalttätigen Szenen, die erst endeten, nachdem die Polizei einschritt und die Chaoten in ihre jeweiligen Blöcke zurückdrängte. Anschließend fackelten Dresden-Ultras in ihrem Block eine Hertha-Flagge ab.
Trainer beider Vereine zeigen sich entsetzt
Herthas Cheftrainer Stefan Leitl (48) sagte nach dem Spiel: „Es ist ein trauriger Tag für Fußball-Deutschland, was heute hier in Dresden passiert ist. Es sind zwei großartige Klubs, ein tolles Stadion und die Rahmenbedingungen sind nahezu perfekt, um einen Fußballabend genießen zu können, und dann so was. Es ist einfach sehr, sehr schade.“
Auch Dynamos Chefcoach Thomas Stamm (43) fand klare Worte: „Der Sport hätte heute im Vordergrund stehen sollen. Das war aber nicht so. Gerade nach der Anfangsphase mit der Trauerminute für Hansi Kreische und sehr viel Respekt seitens der Hertha-Fans umso enttäuschender. Jetzt stehen Dinge im Vordergrund, die im Fußball nichts zu suchen haben.“
Polizei muss massiv eingreifen
Die Sicherheitskräfte waren gezwungen, massiv einzuschreiten, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Bilder zeigen, wie Polizisten die Chaoten beider Vereine zurückdrängen und die gewalttätigen Auseinandersetzungen beenden. Die Vorfälle werfen erneut die Frage nach der Sicherheit bei Fußballspielen und dem Umgang mit gewaltbereiten Fans auf.
Max Kruse, der diese Saison als Fußball-Experte im TV zu sehen ist und für TuS Dassendorf spielt, ist nicht der Einzige, der sich deutlich positioniert. Die deutlichen Worte aller Beteiligten zeigen, dass solche Ausschreitungen im modernen Fußball keinen Platz haben dürfen und den Sport an sich beschädigen.



