Pogacar feiert historischen Triumph bei der Flandern-Rundfahrt
In einem atemberaubenden Finale hat Tadej Pogacar die 110. Auflage der Flandern-Rundfahrt für sich entschieden. Der slowenische Radprofi setzte sich in Oudenaarde gegen seine Konkurrenten durch und sicherte sich damit seinen dritten Sieg bei diesem prestigeträchtigen belgischen Kopfsteinpflaster-Klassiker.
Ein packendes Rennen bis zum Schluss
Über 278,2 anspruchsvolle Kilometer mit 16 gefürchteten Anstiegen kämpften die besten Fahrer der Welt um den Sieg. Pogacar zeigte einmal mehr seine Klasse und distanzierte seine Verfolger in der entscheidenden Phase. Der Niederländer Mathieu van der Poel musste sich mit dem zweiten Platz begnügen, während der belgische Olympiasieger Remco Evenepoel bei seiner Premiere bei der Ronde einen respektablen dritten Rang belegte.
Die entscheidende Wende brachte die dritte Überquerung des berüchtigten Oude Kwaremont. Genau 18 Kilometer vor dem Ziel startete Pogacar seinen Angriff auf dem 2,2 Kilometer langen Anstieg und schüttelte van der Poel endgültig ab. Diese Taktik hatte bereits bei seinen beiden vorherigen Siegen in Flandern funktioniert und bewährte sich auch in dieser Auflage erneut.
Pogacar teilt sich den Rekord mit sieben Legenden
Mit diesem dritten Triumph reiht sich der 27-jährige Slowene in eine illustre Riege ein. Er teilt sich nun den Rekord für die meisten Siege bei der Flandern-Rundfahrt mit sieben weiteren Fahrern, darunter auch sein heutiger Verfolger Mathieu van der Poel. Diese statistische Besonderheit unterstreicht die historische Bedeutung von Pogacars Leistung.
Die kommende Herausforderung: Paris-Roubaix steht bereits im Fokus des Rekordhalters. Zum Abschluss der Kopfsteinpflaster-Saison will Pogacar erstmals auch den Sieg bei diesem legendären Rennen einfahren. Die Radsportwelt darf gespannt sein, ob der Slowene seine Dominanz auf den schwierigsten Pflasterstrecken Europas fortsetzen kann.
Die Flandern-Rundfahrt 2026 wird als eines der spannendsten Rennen der letzten Jahre in Erinnerung bleiben. Pogacars taktisch kluges Rennen und sein kraftvoller Antritt am Oude Kwaremont bescherten den Zuschauern ein spektakuläres Finale und dem Sieger einen Platz in den Geschichtsbüchern des Radsports.



