Kwasnioks Zukunft beim FC Köln steht auf der Kippe
Die Nervosität beim FC Köln ist deutlich spürbar. Trainer Lukas Kwasniok (44) steht erneut unter massivem Druck, nachdem sein Team in den letzten 13 Spielen lediglich zwei Siege einfahren konnte. Die Situation spitzt sich zu, denn der Vorsprung auf den Relegationsplatz schrumpft auf nur noch vier Punkte. Ein öffentlich angekündigtes Training wurde kurzerhand in eine interne Geheim-Einheit umgewandelt – zum Ärger der angereisten Fans, aber vermutlich zum Nutzen des bedrängten Trainers.
Die El-Mala-Frage belastet das Team
Ein zentraler Kritikpunkt ist der Umgang mit Said El Mala (19). Das 40-Millionen-Euro-Talent kam in dieser Saison bereits zum 13. Mal nur als Einwechselspieler zum Einsatz, zuletzt in Stuttgart mit lediglich 22 Minuten Spielzeit. In den sozialen Netzwerken wüten die Fans gegen Kwasniok, der den besten Torjäger des Teams (7 Treffer) nicht von Beginn an einsetzt. El Mala braucht dringend Vertrauen und Spielpraxis, während der FC dringend auf seine Tore angewiesen ist.
Standardschwäche und Konzentrationsprobleme
Eine weitere gravierende Baustelle ist die defensive Schwäche nach ruhenden Bällen. Mit 14 Gegentoren nach Standards hat der FC die schlechteste Bilanz der gesamten Liga. Offensiv ist die Ausbeute mit nur vier Treffern ebenfalls mager. Die Entlassung von Standardtrainer Hannes Dold (32) durch Sportboss Thomas Kessler (40) unterstreicht die angespannte Lage.
Hinzu kommen Konzentrationsprobleme: Immer wieder folgt auf ein eigenes Tor prompt der Gegentreffer, wie zuletzt gegen Leipzig und Stuttgart. Stürmer Marius Bülter (32) fordert: „Daran müssen wir arbeiten und uns cleverer anstellen.“ Die Abwehr leidet unter Verletzungen, Rotationen und dem Ausfall von Timo Hübers (29), der bis Saisonende fehlt.
Der Fluch gegen Spitzenteams
Bisher hat Köln in dieser Saison gegen kein Spitzenteam punkten können. Trotz ordentlicher Auftritte, wie beim 0:1 in Dortmund, blieb der Erfolg aus. Eine Ausnahme bildet das 1:0 in der Hinrunde gegen Hoffenheim, doch die TSG präsentiert sich aktuell in deutlich besserer Form.
Das Hoffenheim-Spiel als Schicksalsmatch
Am Samstag (15.30 Uhr) kommt das bärenstarke Hoffenheim (6 Siege in den letzten 7 Spielen) nach Müngersdorf. Kwasniok muss dringend die Kurve kriegen. Sollte auch dieses Spiel schiefgehen, könnte das Auswärtsspiel in Augsburg am 27. Februar bereits richtungsweisend für seine Zukunft am Geißbockheim werden. Der Trainer selbst gab bei der Klub-Karnevalssitzung zu: „Ich bin einfach froh, dass ich noch da bin.“ Doch um die komplette Saison zu überstehen, braucht es jetzt schnell Erfolge.



