Last-Minute-Duell in Glasgow: VfB Stuttgart trifft auf Celtic mit späten Torinstinkt
Last-Minute-Duell: VfB Stuttgart gegen Celtic Glasgow

Spätes Spektakel in Glasgow: VfB Stuttgart trifft auf Nachspielzeit-Experten Celtic

Dieses Europa-League-Playoff verspricht Spannung bis zur letzten Sekunde. Am Donnerstagabend bestreitet der VfB Stuttgart auswärts bei Celtic Glasgow ein außergewöhnliches Duell zweier Mannschaften, die für ihre späten Torerfolge berüchtigt sind. Beide Teams haben in dieser Saison bewiesen, dass ein Spiel für sie erst wirklich vorbei ist, wenn der Schiedsrichter das Schlusspfiff gibt.

Die Last-Minute-Statistiken sprechen eine deutliche Sprache

Die Zahlen sind beeindruckend: In vier der letzten neun Partien erzielte der VfB Stuttgart spielentscheidende Tore nach der 87. Minute. Gegen Eintracht Frankfurt (87.), Young Boys Bern (90.), SC Freiburg (89.) und zuletzt gegen den 1. FC Köln (84. und 90+2.) trafen die Stuttgarter gleich fünfmal in der entscheidenden Schlussphase. Insgesamt kommt der VfB in dieser Bundesliga-Saison auf stolze 14 Tore nach der 75. Spielminute – nur der FC Bayern München trifft in der deutschen Liga noch häufiger in den späten Spielphasen.

Aber auch Celtic Glasgow zeigt sich als wahres Last-Minute-Monster. Die Schotten trafen in ihren vergangenen drei Spielen jeweils entscheidend in der Nachspielzeit und beweisen damit, dass sie dem VfB in puncto späten Torinstinkt in nichts nachstehen. Dieses Duell verspricht somit ein echtes Nervenkitzel-Spektakel zu werden, bei dem beide Mannschaften bis zum absoluten Ende gefordert sein werden.

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Stuttgarts Erfolgsgeheimnis: Dynamik und Kadertiefe

Sportdirektor Fabian Wohlgemuth erklärte nach dem 3:1-Sieg gegen Köln das Phänomen der Stuttgarter Last-Minute-Erfolge: „Wir haben uns in dieser Saison immer wieder zurückgekämpft. Die Dynamik in der Gruppe funktioniert ausgezeichnet. Dazu kommen die wichtigen Impulse von außen: Unser Cheftrainer Sebastian Hoeneß, der die Wechsel zur richtigen Zeit vornimmt, und die bemerkenswerte Kadertiefe, die sich besonders in den Schlussphasen bezahlt macht.“

Gegen Köln wurde diese Strategie perfekt umgesetzt: Der eingewechselte Ramon Hendriks bereitete nach dem 1:1-Ausgleich der Kölner die erneute Führung in der 84. Minute vor. Ein deutliches Zeichen für die gut besetzte VfB-Bank und das taktische Geschick von Trainer Sebastian Hoeneß, der mit seinen späten Wechseln regelmäßig frischen Wind ins Spiel bringt.

Hoeneß wünscht sich frühere Entscheidungen

Trotz der beeindruckenden Serie spät erzielter Tore zeigt sich Erfolgstrainer Sebastian Hoeneß selbstkritisch: „Irgendwann verselbstständigt sich so eine positive Dynamik. Die Spieler haben den Glauben an späte Tore verinnerlicht. Dennoch wünsche ich mir hier und da, dass wir wichtige Spiele früher entscheiden können.“

Genau diese Einstellung könnte im Playoff gegen Celtic Glasgow entscheidend sein. Der VfB sollte auf die Worte seines Trainers hören und versuchen, das Spiel möglichst früh in die gewünschte Richtung zu lenken. Denn gegen einen Gegner, der selbst meisterhaft im Last-Minute-Fußball ist, könnte eine erneute Entscheidung in den Schlussminuten diesmal auch nach hinten losgehen.

Das Duell in Glasgow wird somit nicht nur ein sportlicher Wettkampf, sondern auch ein psychologisches Kräftemessen. Welches Team behält in den entscheidenden Momenten die Nerven? Welcher Trainer trifft die richtigen Personalentscheidungen in der Schlussphase? Und welches Team kann seinen späten Torinstinkt unter Druck am besten abrufen? Die Antworten auf diese Fragen werden am Donnerstagabend in einem sicherlich packenden Europa-League-Playoff geliefert.

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