Vom deutschen Talent zum BVB-Schreck: Lazar Samardzics ungewöhnlicher Weg zum Champions-League-Helden
Lazar Samardzic: Vom deutschen Talent zum BVB-Schreck

Vom deutschen Talent zum BVB-Schreck: Lazar Samardzics ungewöhnlicher Weg

Ein Elfmeter in der achten Minute der Nachspielzeit, der wie ein Gemälde wirkte, besiegelte das Champions-League-Aus von Borussia Dortmund. Lazar Samardzic, der gebürtige Berliner, der einst als eines der größten Talente des deutschen Fußballs galt, traf perfekt in den Winkel und erzielte das 4:1 für Atalanta Bergamo. Dieser Treffer warf die Schwarz-Gelben nach der 0:2-Niederlage im Playoff-Hinspiel hochkant aus dem Wettbewerb.

Die Nacht in Bergamo: Ein Stadion wird zum Tollhaus

Nach Samardzics entscheidendem Tor entwickelte sich das Stadion in Bergamo endgültig zum Tollhaus. Der Siegtorschütze zeigte sich nach dem Spiel überwältigt und schrieb auf Instagram: „Was für eine Nacht! Dieser Sieg ist für euch Fans, ihr habt ihn euch verdient.“ Mit diesem Treffer ist Samardzic endgültig auf der größten Fußballbühne angekommen und könnte nun die Versprechen erfüllen, die viele schon vor Jahren mit ihm verbanden.

Deutsche Vergangenheit: Vom Hertha-Talent zum RB-Absteiger

Was viele nicht wissen: Samardzic hat tiefe Wurzeln im deutschen Fußball. In der Jugend von Hertha BSC sorgte der Mittelfeldspieler für Furore:

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  • 40 Tore in 40 Einsätzen für die U17
  • 14 Vorlagen in derselben Altersklasse
  • 15 Tore und neun Assists in 17 Spielen für die U19

Zudem durchlief er alle deutschen U-Nationalmannschaften von der U16 bis zur U21 und kam in 28 Einsätzen auf neun Tore. Nach seinem Bundesliga-Debüt für Hertha mit 18 Jahren schien der Weg zur großen Karriere frei. Doch 2020 folgte ein folgenschwerer Wechsel zu RB Leipzig unter dem heutigen Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Der Absturz in Leipzig und die Flucht nach Italien

In Leipzig gelang Samardzic nie der Durchbruch. In seiner Debütsaison kam er nur auf neun Einsätze, spielte nie über die vollen 90 Minuten und startete nur zweimal in der Anfangselfe. Nach nur einer Saison wurde er aussortiert und wechselte für knapp drei Millionen Euro zu Udinese Calcio in Italien.

Die Nationalmannschafts-Entscheidung: Serbien statt Deutschland

In Italien gelang Samardzic endlich der Durchbruch. Bei Udinese avancierte er zum Stammspieler, was ihn wieder in den Fokus der Nationalmannschaften rückte. Trotz intensiver Bemühungen des damaligen Bundestrainers Hansi Flick entschied sich Samardzic 2023 für den Nationenwechsel zu Serbien, dem Heimatland seiner Eltern.

„So eine Entscheidung fällt natürlich nicht von heute auf morgen, das braucht Zeit“, erklärte Samardzic damals. Ausschlaggebend war die sportliche Perspektive: Serbiens Nationaltrainer Dragan Stojkovic vermittelte ihm das Gefühl, direkt eine wichtige Rolle spielen zu können.

Der Aufstieg bei Atalanta Bergamo

Nach konstanten Leistungen bei Udinese – 98 Einsätze, 13 Tore, zehn Vorlagen – wechselte Samardzic 2024 zunächst auf Leihbasis zu Atalanta Bergamo. Seine überzeugenden Leistungen führten zur festen Verpflichtung für fast 15 Millionen Euro vor der aktuellen Saison. Mit 70 Pflichtspieleinsätzen in eineinhalb Jahren hat er sich als fester Bestandteil des Mittelfelds etabliert.

Zurück im deutschen Rampenlicht

Spätestens mit seinem entscheidenden Treffer gegen Borussia Dortmund steht Samardzic wieder im deutschen Rampenlicht. Wenn es im Achtelfinale gegen den FC Bayern geht, will der 26-malige serbische Nationalspieler erneut glänzen und beweisen, dass sein ungewöhnlicher Weg vom deutschen Talent zum internationalen Top-Spieler die richtige Entscheidung war.

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