Leicester City: Zehn Jahre nach Meistertitel in die dritte Liga abgestürzt
Leicester City: Absturz in die dritte Liga

Zehn Jahre nach dem sensationellen Titel in der englischen Premier League ist Leicester City in die Drittklassigkeit abgestürzt. Durch ein 2:2 zu Hause gegen Hull City kann der Tabellenvorletzte den Klassenerhalt in der zweiten Liga zwei Spieltage vor Saisonende auch theoretisch nicht mehr erreichen.

Schmerzhafter Abstieg

„Es gibt keine Ausreden“, wird Leicesters Vorsitzender Aiyawatt Srivaddhanaprabha in einem Club-Statement zitiert. „Wir haben die größten Höhen und nun die tiefsten Tiefen erlebt, und der Schmerz ist uns allen gemeinsam. Es tut mir aufrichtig leid für die Enttäuschung, die wir verursacht haben.“

Bereits im Februar wurden Leicester wegen Verstoßes gegen die Finanzregeln im Zusammenhang mit dem Aufstieg in der Saison 2023/2024 sechs Punkte abgezogen. Der Verein scheiterte mit seinem Antrag auf Aufhebung dieser Strafe und verblieb in der Abstiegszone.

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Vom Gipfel ins Tal

Leicesters Meisterschaft 2016 – mit Torjäger Jamie Vardy und dem deutschen Abwehrspieler Robert Huth – gilt als eine der größten Sensationen der englischen Fußballgeschichte. 2021 folgten Triumphe im FA Cup gegen den FC Chelsea und im englischen Supercup gegen Manchester City.

Doch danach begann die Talfahrt: Vor drei Jahren stieg der Traditionsclub aus der Premier League ab. Ein Comeback in der Topliga währte nur eine Saison, der erneute Abstieg 2025 traf den Verein härter. In seiner 142-jährigen Geschichte spielte Leicester nur eine Saison (2008/2009) in der dritten Liga. Hoffnung macht den Fans, dass der Club damals den Titel in der League One gewann und wieder aufstieg.

Proteste und Frust

Der neuerliche Absturz zeichnete sich seit Monaten ab. Von den jüngsten 18 Liga-Begegnungen gewann Leicester nur eine. Teile der Fangemeinde protestieren gegen den Klubboss Srivaddhanaprabha, fordern den Rauswurf von Sportdirektor Jon Rudkin oder attackieren die Spieler. Auch am Dienstagabend riefen die Zuschauer „sack the board“. Der frühere Leicester-Profi Matt Piper sprach bei der BBC vom „wohl schlimmsten Moment der Clubgeschichte“.

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