Bayer Leverkusen nach enttäuschendem 0:0: 'Komplette Kehrtwende' gefordert
Bayer Leverkusen hat sich nach dem blassen 0:0 gegen Olympiakos Piräus in der Champions League selbstkritisch gezeigt. Trotz der enttäuschenden Leistung gelang der Einzug ins Achtelfinale, wo mit Bayern München oder dem FC Arsenal ein Hochkaräter wartet. Intern gibt es bereits einen klaren Wunsch zum bevorstehenden Los.
Wunschgegner Arsenal statt Bayern München
Sportgeschäftsführer Simon Rolfes nannte Arsenal als favorisierten Gegner. Nationalspieler Robert Andrich unterstützte diese Position: "Ich würde ungern eine deutsche Mannschaft haben, damit vielleicht noch genug deutsche Mannschaften drinbleiben können." Auch Jonas Hofmann äußerte wenig Begeisterung für ein nationales Duell: "So früh wieder gegen eine deutsche Mannschaft zu spielen hat für mich nicht so diesen Champions League Charakter. Wenn ich es mir wünschen kann, dann Arsenal."
Torhüter Janis Blaswich zeigte sich dagegen offener: "Arsenal habe ich noch nie gespielt, deswegen würde ich mich über das Los freuen. Aber über die Bayern freuen wir uns genauso." Ein mögliches Duell mit dem Rekordmeister würde Bayer Leverkusen vor eine anspruchsvolle Serie stellen mit zwei Champions-League-Partien und einem Bundesliga-Match innerhalb weniger Tage, ergänzt durch das DFB-Pokal-Halbfinale im April.
Trainer Hjulmand fordert Leistungssteigerung
Trainer Kasper Hjulmand betonte das hohe Niveau beider möglicher Gegner: "Es sind die besten Mannschaften Europas. Wir wünschen uns gegen die Besten zu spielen und freuen uns auf diese große Aufgabe." Gleichzeitig kritisierte er die Leistung gegen Piräus schonungslos: "Unsere Leistung war nicht gut. Uns fehlte Energie."
Die spielerische Darstellung blieb bei Bayer Leverkusen vieles Stückwerk, im Aufbau unterliefen dem Team zu viele Fehler. Nur weil der griechische Meister selbst kaum Chancen kreieren konnte, blieb es beim torlosen Unentschieden.
Vergangenheit als Warnung
Kapitän Robert Andrich wertete das Weiterkommen ohne Gegentor als einzig Positives und sprach von einer "Art Showlaufen". Jonas Hofmann forderte eine gründliche Analyse des Auftritts gegen Piräus und betonte: "Uns ist bewusst, dass jeder bei 100 Prozent sein und das eine komplette Kehrtwende zu heute darstellen muss."
Die Erfahrungen aus dem Vorjahr dürften noch präsent sein: Im Champions-League-Achtelfinale 2025 traf Leverkusen auf Bayern München – nach einem 0:2 im eigenen Stadion folgte ein 0:3 in München. Hofmann kommentierte die aktuelle Situation: "Die Spiele müssen erst gespielt werden. Beide Mannschaften, egal ob Bayern oder Arsenal, sind schon der Favorit. Aber wir hatten in der Vergangenheit schon große Momente."
Um mit Europas Topteams mithalten zu können, braucht Leverkusen eine deutliche Leistungssteigerung. Der Auftritt gegen Piräus lieferte dafür kaum Rückenwind und Selbstvertrauen – stattdessen wurden erneut Defizite sichtbar, die vor dem Achtelfinale dringend behoben werden müssen.



