Leverkusens Frust nach umstrittenem Elfmeter: Andrich kritisiert Schiedsrichter-Entscheidung
Nach einem starken Auftritt im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League herrscht bei Bayer Leverkusen große Enttäuschung. Die Werkself hatte den Premier-League-Spitzenreiter Arsenal London lange Zeit in Schach gehalten und führte bis zur 89. Spielminute mit 1:0. Doch kurz vor dem Abpfiff kassierte Leverkusen den Ausgleich durch einen höchst umstrittenen Elfmeter, der nach dem Spiel für erheblichen Unmut sorgte.
Die entscheidende Szene im Detail
In der Schlussphase grätschte Leverkusens Spieler Malik Tillman in den Strafraum und berührte dabei den gegnerischen Stürmer Noni Madueke nur minimal am Fuß. Schiedsrichter Halil Umut Meler entschied sofort auf Strafstoß, und der Video-Assistent griff nicht korrigierend ein. Diese Entscheidung wurde nach dem Spiel insbesondere von Bayer-Kapitän Robert Andrich scharf kritisiert.
Der 31-jährige Mittelfeldspieler äußerte sich im DAZN-Interview deutlich: „Das ist schon sehr wenig. Natürlich darf er so nicht runtergehen. Mein Gefühl war auch, dass der Kontakt kommt und er ein bisschen später immer noch fällt.“ Andrich betonte weiter: „Wenn ich das noch zweimal sehe, dann ist das noch weniger. Wie man da nicht sagen kann: Nimm es bitte zurück. Weil es reicht doch nicht.“
Blaswich teilt die Kritik
Auch Leverkusens Torhüter Janis Blaswich, der den anschließend von Kai Havertz verwandelten Elfmeter nicht parieren konnte, zeigte sich unzufrieden mit der Schiedsrichterleistung. Der 34-jährige Keeper sagte: „Weiß ich nicht bei so einem Champions-League-Hinspiel. Es ist so entschieden, kann man nicht mehr rückgängig machen. Aber da habe ich jetzt nichts gesehen, da fällt man anders.“
Die Leverkusener zeigten insgesamt eine starke Leistung gegen den englischen Tabellenführer und hätten den Sieg durchaus verdient gehabt. Der späte Ausgleichstreffer durch den umstrittenen Elfmeter trübt jedoch das ansonsten positive Bild der Mannschaft von Trainer Xabi Alonso.
Ausblick auf das Rückspiel
Das 1:1 im heimischen BayArena bietet Leverkusen weiterhin gute Chancen für das Viertelfinale der Champions League. Das Rückspiel in London wird jedoch eine große Herausforderung, bei der die Werkself erneut eine makellose Defensivleistung zeigen muss. Die Enttäuschung über die Schiedsrichterentscheidung sollte bis dahin verarbeitet sein, um sich voll auf die sportliche Aufgabe konzentrieren zu können.
Die Diskussion um den Video-Assistenten und dessen Einsatz in entscheidenden Spielszenen wird durch diesen Vorfall erneut angeheizt. Viele Experten fordern eine konsequentere und transparentere Anwendung der Technologie, um solche umstrittenen Entscheidungen in Zukunft zu vermeiden.



