Nagelsmann zu Musiala-Verletzung: „Er hat nicht mehr so viel Zeit“ vor WM-Start
Nagelsmann: Musiala hat vor WM nicht mehr viel Zeit

Nagelsmann drängt Musiala: Zeit wird knapp vor WM-Start

Der Start der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ins WM-Jahr 2026 ist von Verletzungssorgen überschattet. Bayern-Star Jamal Musiala muss sein geplantes Länderspiel-Comeback absagen, da er erneut Probleme mit seinem operierten Sprunggelenk hat. Bundestrainer Julian Nagelsmann äußert sich deutlich zur Dringlichkeit der Situation des 23-Jährigen.

Zeitdruck vor Turnierbeginn

„Er hat nicht mehr so viel Zeit. Das steht außer Frage“, sagte Nagelsmann vor dem Testspiel gegen die Schweiz in Basel. Der DFB-Chefcoach wird Mitte Mai den endgültigen WM-Kader benennen, Ende Mai beginnt die intensive Turniervorbereitung. „Ich traue es ihm zu, dass er auf 100 Prozent kommt. Er hat jetzt noch acht Wochen“, erklärte der Trainer mit Blick auf den Abflug des DFB-Trosses in die USA am 2. Juni.

Schmerzreaktion verhindert Comeback

Musiala bestritt sein letztes Länderspiel vor genau einem Jahr gegen Italien. Vor etwas mehr als zwei Wochen stand er beim 6:1-Sieg des FC Bayern gegen Atalanta Bergamo zuletzt auf dem Platz. Eine unerwartete Schmerzreaktion am linken Fuß zwang ihn danach zu einer erneuten Pause. Immerhin konnte der Mittelfeldspieler jetzt erstmals wieder eine individuelle Trainingseinheit mit Ball in München absolvieren.

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„Er war einfach lange weg. Ich will ihm nur die Daumen drücken, dass es schnell gut ist mit seinem Sprunggelenk, dass da nichts mehr passiert, dass er nichts mehr spürt“, sagte Nagelsmann in Basel. „Bei Jamal ist das Wichtige, dass er gesund ist, dass er schmerzfrei ist und dass er 100 Prozent performen kann und auch sein Level erreicht.“

Schwere Verletzung mit Nachwirkungen

Musiala hatte sich bei der Club-WM in den USA im vergangenen Sommer das Wadenbein gebrochen und dazu schwer am Sprunggelenk verletzt. Eine Operation war notwendig, die ihn bis zum Jahresbeginn außer Gefecht setzte. „Es war eine extrem schwere Verletzung, die, was relativ normal ist, immer wieder mal ein paar Problemchen macht“, erklärte der Bundestrainer die anhaltenden Beschwerden.

Nagelsmann beschrieb die aktuelle Problematik detailliert: „Wenn du als Spieler auf dem Spielfeld bist, einen Schmerz hast, ihn tolerieren kannst und deine Aktionen bei 100 Prozent sind, macht das nichts.“ Anders sei es jedoch, „wenn du einen Schmerz hast, den du nicht tolerieren kannst aus verschiedenen Gründen“. In diesem Fall sei der Spieler gehemmt und könne nicht befreit und selbstbewusst agieren.

Weitere Ausfälle im Mittelfeld

Neben Musiala bereiten auch die fest eingeplanten Mittelfeldspieler Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha Sorgen. Beide verpassen die Länderspiele in der Schweiz und am kommenden Montag in Stuttgart gegen Ghana. Pavlovic leidet unter Hüftbeschwerden, während Nmecha eine Außenbandverletzung am Knie hat.

„Bei Felix ist es deutlich dramatischer als bei Pavlo. Der wird, denke ich, schnell wieder zurückkommen. Bei Felix wird es ein bisschen dauern“, berichtete Nagelsmann über die unterschiedliche Schwere der Verletzungen. Diese weiteren Ausfälle verschärfen die Personalsituation im deutschen Mittelfeld kurz vor der wichtigen WM-Vorbereitung.

Mit Blick auf das WM-Turnier im Juni betonte der Bundestrainer abschließend: „Jamal muss, wie alle anderen auch, wenn er spielen will, schon bei 100 Prozent sein.“ Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der talentierte Bayern-Spieler diese Anforderung erfüllen kann und rechtzeitig in Topform kommt.

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