Torloses Remis reicht: Bayer Leverkusen steht im Achtelfinale der Champions League
Bayer Leverkusen hat sich mit einem torlosen Unentschieden gegen Olympiakos Piräus für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. Nach dem deutlichen 2:0-Erfolg im Hinspiel reichte der Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand im Rückspiel ein 0:0, um in die Runde der besten 16 Teams einzuziehen. Im nächsten Duell wartet entweder der deutsche Rekordmeister FC Bayern München oder der aktuelle Premier-League-Spitzenreiter FC Arsenal.
Hjulmand setzt auf Stammformation nach Bundesliga-Pleite
Nach der 0:1-Niederlage bei Union Berlin in der Bundesliga griff Trainer Kasper Hjulmand wieder auf seine Stammelf zurück. Im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen mit den Griechen rückte Jonas Hofmann für Ernest Poku auf den rechten Flügel. „Wir dürfen dem Gegner gar nicht die Gelegenheit geben zu glauben, dass sie zurückkommen können. Es gilt: da sein, da sein, da sein“, erklärte Hofmann vor seinem ersten Champions-League-Einsatz dieser Saison bei Amazon Prime.
Frühe Chancen durch Patrik Schick vergeben
Die ersten gefährlichen Akzente setzte der tschechische Stürmer Patrik Schick, der bereits im Hinspiel mit einem Doppelpack aufgefallen war. Bereits in der 4. Minute scheiterte sein Kopfball nach einer kurzen Eckball-Variante nur knapp am Pfosten. Nur zwei Minuten später misslang ihm ein lupfernder Abschluss über den herausgestürmten Piräus-Keeper Kostas Tzolakis nach einem präzisen Zuspiel von Alejandro Grimaldo.
Angetrieben von rund 2.000 lautstarken mitgereisten Fans, die wie schon im Hinspiel in Piräus Bayers Ballbesitzphasen mit einem anhaltenden Pfeifkonzert begleiteten, ging Olympiakos früh ins offensive Pressing. Eine gefährliche Situation entstand, als Aleix Garcia den Ball im eigenen Strafraum direkt in die Füße von Gelson Martins spielte – doch der Portugiese vergab die große Chance in der 28. Minute.
Defensive Stabilität als Schlüssel zum Erfolg
Mit der komfortablen Zwei-Tore-Führung aus dem Hinspiel im Rücken vermied Leverkusen unnötige Risiken und konzentrierte sich auf defensive Solidität. Die Werkself tat sich zunehmend schwer, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien, blieb dabei aber organisiert und geschlossen. Da Olympiakos keine wirklichen Mittel fand, um die wenigen Unsicherheiten auszunutzen, entwickelte sich eine chancenarme Partie, die bis zur Halbzeitpause torlos blieb.
Kurz nach Wiederanpfiff testete Gelson Martins Bayer-Keeper Janis Blaswich mit einem Diagonal-Schuss aus der zweiten Reihe, doch der Torhüter lenkte den Ball sicher vom Tor weg. Wie bereits in der ersten Halbzeit waren die Leverkusener um kontrolliertes Spiel bemüht und ließen den Ball zirkulieren, ohne jedoch ernsthaft in die gefährlichen Zonen vorzudringen.
Grimaldo und Andrich scheitern am Aluminium
Trainer Hjulmand musste in der zweiten Halbzeit erstmals wechseln und ersetzte den verletzten Ibrahim Maza durch Ernest Poku. Auf dem Platz sorgte Alejandro Grimaldo für die bis dahin beste Gelegenheit des Spiels, als er in der 62. Minute aus spitzem Winkel nur die Latte traf. Auch Robert Andrich scheiterte später mit einem Kopfball nach einer Ecke am Aluminium.
Vor dem eigenen Tor blieb die Leverkusener Defensive bis zum Schluss stabil und blockte sämtliche Annäherungsversuche des griechischen Meisters konsequent ab. Angetrieben von 30.210 Zuschauern im ausverkauften BayArena sicherte sich die Werkself den verdienten Einzug in die nächste Runde des europäischen Fußball-Prestigewettbewerbs.



