Nach Leverkusens Nullnummer: TV-Experten und Spieler üben harte Kritik
Leverkusen im Achtelfinale trotz harter Kritik

Nach Leverkusens Nullnummer: TV-Experten und Spieler üben harte Kritik

Bayer Leverkusen hat das Achtelfinale der Champions League erreicht, doch die Freude über den Einzug in die nächste Runde wird von harter Kritik an der Leistung überschattet. Nach dem 0:0 im Playoff-Rückspiel gegen Olympiakos Piräus gingen sowohl TV-Experten als auch die eigenen Spieler mit dem Team hart ins Gericht.

„Das Spiel war große Scheiße“ – Kramer lässt kein gutes Haar

Der frühere Fußball-Weltmeister Christoph Kramer, der als TV-Experte bei Amazon Prime im Einsatz war, ließ in seiner Analyse kein gutes Haar an der Leistung von Bayer Leverkusen. „Wir müssen nicht darüber reden, das Spiel war insgesamt große Scheiße“, schimpfte der Weltmeister von 2014 unverblümt. Leverkusen war dank des 2:0-Sieges im Hinspiel in Griechenland bereits vor dem Rückspiel in einer komfortablen Ausgangsposition, doch die schwache Vorstellung sorgte für Unmut.

Selbstkritik der Spieler: „Keiner kann zufrieden sein“

Auch die Leverkusener Spieler zeigten sich selbstkritisch. Kapitän Robert Andrich räumte ein: „Das war heute so eine Art Schaulaufen. Zum Glück hat der Gegner es nicht bestraft.“ Jonas Hofmann schloss sich dieser Einschätzung an und ergänzte: „Das war leider kein Zuckerschlecken von uns. Heute ist keiner da, der zufrieden sein kann.“ Selbst Trainer Kasper Hjulmand fand deutliche Worte: „Wir sind weiter und das ist gut. Unsere Leistung war aber nicht gut. Uns fehlte Energie. Wir müssen besser spielen und sind nicht zufrieden mit unserem Spiel.“

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Experten sehen Ausnahme und pragmatischen Erfolg

Christoph Kramer geht davon aus, dass die dürftige Nullnummer eine Ausnahme in der Saison von Bayer Leverkusen darstellt. „Wenn du ein Spiel drin hast in der Saison wie Leverkusen heute, dann ist es gut, dass es gegen Olympiakos war, weil die auch sehr, sehr harmlos waren“, analysierte er. Sein Fazit fiel dennoch pragmatisch aus: „Niemand erinnert sich dran, Prämie und Weiterkommen gibt es trotzdem. Deshalb: alles tutti.“

Matthias Sammer, ebenfalls als TV-Experte im Einsatz, sah das Spiel aus einer anderen Perspektive: „Man könnte es auch so sehen, dass ein gutes Pferdchen nur so hoch springt, wie es muss. Der Gegner hat ein Stück weit dazu beigetragen, dass das Spiel auf einem durchschaubaren Niveau war, aber was am Ende zählt, ist das Weiterkommen.“

Ausblick: Achtelfinale gegen Bayern oder Arsenal

Trotz der Kritik steht Bayer Leverkusen nun im Achtelfinale der Champions League. Dort erwartet das Team eine schwere Aufgabe: Es trifft entweder auf den deutschen Rekordmeister FC Bayern München oder den derzeitigen Premier-League-Tabellenführer FC Arsenal. Die Auslosung der Paarungen findet am Freitag im schweizerischen Nyon statt und wird zeigen, welchen Gegner Leverkusen in der nächsten Runde bezwingen muss, um weiterhin in der Königsklasse zu bleiben.

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