Leverkusen schließt Rückkehr von Julian Brandt kategorisch aus
Der Fußball-Bundesligist Bayer 04 Leverkusen hat eine mögliche Rückkehr von Nationalspieler Julian Brandt eindeutig verneint. Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes gab in der Sport1-Sendung „Doppelpass“ eine klare Absage an Spekulationen über ein Comeback des 29-jährigen Offensivspielers.
Rolfes begründet die Entscheidung mit aktueller Personalplanung
„Wir haben auf der Position mit Ibo Maza einen super Spieler, der sich in den nächsten Jahren hervorragend entwickeln wird. Von daher wird Julian kein Thema bei uns sein“, erklärte Rolfes unmissverständlich. Der Leverkusener Sportchef verwies damit auf die vorhandenen Qualitäten im eigenen Kader, die eine Rückholaktion überflüssig machen.
Brandt hatte Leverkusen nach fünf Jahren im Jahr 2019 in Richtung Borussia Dortmund verlassen und wird den BVB nach dieser Saison ablösefrei verlassen. Die Diskussion über eine mögliche Rückkehr war durch Äußerungen von Bayers Clubboss Fernando Carro neu entfacht worden, der Brandt als „sensationellen“ Spieler bezeichnet hatte.
Skepsis gegenüber Rückholaktionen ehemaliger Spieler
Rolfes brachte im Interview zwei weitere gewichtige Argumente gegen einen Transfer von Brandt vor. Zum einen erinnerte er an Brandts damalige Beweggründe für den Weggang: „Julian hat damals das Gefühl gehabt, dass er vielleicht nicht mit uns in der Lage ist, Titel zu gewinnen. Dann ist er zu Borussia Dortmund gegangen, wo wir ihn gern behalten hätten.“
Zum anderen äußerte der Sportchef grundsätzliche Bedenken: „Ich habe immer gesagt, dass ich grundsätzlich bei Rückholaktionen ehemaliger Spieler skeptisch bin.“ Als einzige Ausnahmen nannte Rolfes ausdrücklich zwei weitere ehemalige Leverkusener Topspieler: Kai Havertz und Florian Wirtz.
Havertz bleibt langfristiges Thema für Leverkusen
Während eine Rückkehr von Brandt ausgeschlossen wird, bleibt Kai Havertz ein potenzielles Zukunftsprojekt für die Werkself. Rolfes äußerte sich dazu deutlich offener: „Er hat zehn Jahre in unserer Jugend gespielt. Es wird immer eine Situation sein, in der wir gesprächsbereit mit Kai sind.“
Der Nationalspieler steht derzeit beim englischen Topklub FC Arsenal unter Vertrag, wo sein Arbeitspapier bis 2028 läuft. Rolfes räumte ein: „Im Moment ist es so, dass er sich noch in einer anderen Karrierephase befindet und andere Ziele hat. Bei Arsenal London fühlt er sich sehr wohl.“ Dennoch betonte der Sport-Geschäftsführer: „Aber Kai ist immer ein besonderer Spieler, mit dem wir uns auch als ehemaliger Spieler beschäftigen müssen.“
Diese differenzierte Haltung zeigt Leverkusens strategische Personalplanung: Während kurzfristige Rückholaktionen wie bei Brandt abgelehnt werden, behält man sich bei langjährigen Eigengewächsen wie Havertz langfristige Optionen offen. Die Werkself setzt damit auf Kontinuität in der Nachwuchsarbeit und gezielte Verstärkungen, die zur aktuellen Mannschaftsplanung passen.



