Leverkusen verspielt Führung: Kostet Andrichs Patzer die Champions-League-Teilnahme?
Leverkusen verspielt Führung: Andrich-Patzer kostet Punkte

Leverkusen verspielt Führung: Kostet dieser Andrich-Patzer die Champions League?

Ganz schwacher Auftritt beim Tabellenletzten! Bayer Leverkusen hat in Heidenheim gleich zwei Führungen verspielt und durch das 3:3 einen herben Rückschlag im Kampf um die begehrte Teilnahme an der Königsklasse erlitten. Der Werksklub bleibt mit 46 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz und verliert immer mehr Boden zu den direkten Konkurrenten Hoffenheim, Stuttgart und Leipzig, die alle bereits 50 Punkte auf ihrem Konto verbuchen können.

Katastrophaler Aussetzer von Kapitän Andrich

Es ist ein folgenschwerer Aussetzer von Bayer-Kapitän Robert Andrich, der den Abstiegskandidaten aus Heidenheim wieder endgültig zurück ins Spiel bringt. Nach einem langen Abschlag von Heidenheim-Keeper Diant Ramaj auf Stürmer Marvin Pieringer läuft der Leverkusener Andrich dem Ball hinterher. Die Reaktion des 31-Jährigen ist fatal: Er bringt Pieringer im Strafraum von hinten zu Boden. Ein klarer und unbestrittener Elfmeter! Pieringer verwandelt den Strafstoß selbst in der 72. Minute zum 2:2-Ausgleich.

Bereits im vorherigen Spiel gegen den FC Bayern München war Andrich ein katastrophaler Fehlpass unterlaufen, der direkt zum Gegentor führte. Der Kapitän kommentierte die Situation gegenüber BILD: „Natürlich sind das einprägsame Situationen und sie sind auch spielentscheidend, das sollte nicht passieren.“

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Nagelsmann lässt Andrich außen vor

Interessanterweise wurde Robert Andrich von Bundestrainer Julian Nagelsmann am vergangenen Donnerstag nicht für die anstehenden Länderspiele nominiert. Der DFB-Coach betonte, dass der aktuelle Kader zum großen Teil auch der WM-Kader sein soll. Andrich äußerte sich zur Entscheidung des Nationaltrainers: „Es gab Kontakt, den ich nicht weiter ausführe. Ich weiß, woran ich bin. Und alle Chancen sind offen.“

Spielverlauf mit dramatischen Wendungen

In Heidenheim sah es eigentlich nach einem souveränen Auswärtssieg für die Leverkusener aus. Schnell stand es nach Treffern von Malik Tillman in der 22. Minute und Patrik Schick in der 35. Minute mit 2:0 für die Gäste. Doch dann gelang Heidenheim durch Tim Kleindienst in der 56. Minute der Anschlusstreffer, bevor Marvin Pieringers Elfmeter in der 72. Minute den Ausgleich erzielte.

Zwar schaffte es Patrik Schick mit seinem zweiten Treffer des Tages in der 79. Minute erneut, die Werkself in Front zu bringen, doch auf der Gegenseite war es erneut Marvin Pieringer in der 85. Minute, der den Leverkusen-Schock perfekt machte und den Endstand von 3:3 besiegelte.

Heidenheims Abstiegskampf wird immer konkreter

Trotz ihrer bemerkenswerten Comeback-Qualitäten müssen die Heidenheimer immer konkreter die Planungen für die 2. Bundesliga in Angriff nehmen: Der Tabellenletzte hat nach diesem Spieltag nur 15 Punkte auf seinem Konto – seit Einführung der Drei-Punkte-Regel vor genau 30 Jahren in der Saison 1995/96 sind alle Teams mit so wenig Zählern nach 27 Spielen abgestiegen!

Die Leverkusener hingegen müssen sich ernsthafte Sorgen um ihre internationale Zukunft machen. Der Kampf um die Champions-League-Plätze wird immer enger, und solche verlorenen Punkte gegen direkte Abstiegskandidaten könnten am Ende der Saison den entscheidenden Unterschied ausmachen.

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