Bundesliga-Drama: Leverkusen verspielt Sieg gegen Freiburg nach Grifo-Rekord
In einem packenden Bundesliga-Duell hat Bayer Leverkusen beim SC Freiburg wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze liegen gelassen. Die Werkself musste sich nach zweimaligem Rückstand und eigener Führung mit einem 3:3 (2:2) begnügen, während die Badener ihre starke Heimserie gerade noch aufrechterhalten konnten. Das Spiel vor 34.100 Zuschauern im Breisgau bot Fußball auf höchstem Niveau mit historischen Momenten und spannenden Wendungen.
Grifo schreibt Geschichte - Leverkusen kämpft zurück
Die Leverkusener begannen das Spiel etwas besser, doch die Freiburger erwiesen sich bei ihren Offensivaktionen als äußerst gefährlich. Die zuletzt gesperrten Niklas Beste und Johan Manzambi kehrten als Aktivposten ins Mittelfeld des SC zurück und bereiteten den Weg für den historischen Moment. In der 34. Minute erzielte Vincenzo Grifo nach Vorarbeit von Christian Günter und Johan Manzambi sein 105. Pflichtspieltor für Freiburg und holte damit den Rekord von Nils Petersen ein.
Die Freiburger Führung löste eine heiße Phase aus, in der Bayer Leverkusen gleich zweimal eiskalt zurückschlug. Christian Kofane traf in der 37. Minute mit einem platzierten Flachschuss zum Ausgleich, doch Yuito Suzuki brachte den SC in der 43. Minute erneut in Führung. Kurz vor der Halbzeitpause versenkte Alejandro Grimaldo dann einen seiner gefürchteten Freistöße zum 2:2.
Terrier dreht das Spiel - Ginter rettet Punkt
Die zweite Halbzeit begann ebenso temporeich wie die erste geendet hatte. Bereits in der 52. Minute ging Bayer Leverkusen erstmals in Führung, als Martin Terrier nach einem Konter und Vorlage von Christian Kofane eiskalt traf. Nur zwei Minuten später hätte Kofane sogar erhöhen können, doch sein Kopfball aus kurzer Distanz verfehlte das Tor.
Die Freiburger bemühten sich in der Folgezeit um den Ausgleich, waren aber oft nicht zwingend genug in ihren Abschlüssen. Erst in der 86. Minute gelang Matthias Ginter nach einer Flanke von Derry Scherhant der verdiente Ausgleich zum 3:3. In der wilden Schlussphase hatte der Verteidiger sogar noch ein weiteres Tor erzielt, das jedoch wegen Abseits nicht gegeben wurde.
Auswirkungen auf die Tabelle
Durch das Unentschieden bleibt Bayer Leverkusen in der Bundesliga weiter drei Punkte hinter den begehrten Champions-League-Plätzen. Der SC Freiburg verhinderte durch den späten Ausgleich die erste Niederlage im eigenen Stadion seit dem ersten Spieltag und behält als Tabellenachter Anschluss an die internationalen Plätze. Das Spiel zeigte einmal mehr die Qualität und Spannung der deutschen Bundesliga, in der bis zum Schluss alles möglich ist.



