Linienrichter muss mit Wade-Verletzung ausgewechselt werden - Remis zwischen St. Pauli und Frankfurt
Linienrichter mit Wade-Verletzung ausgewechselt - 0:0 in Hamburg

Linienrichter muss mit Wade-Verletzung ausgewechselt werden

Am Millerntor in Hamburg sorgte am Sonntagnachmittag nicht nur der sportliche Aspekt für Aufsehen, sondern auch ein ungewöhnlicher Zwischenfall. Beim Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und Eintracht Frankfurt musste Linienrichter Christian Dietz (41) bereits in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Ungewöhnlicher Zwischenfall am Millerntor

In der 40. Spielminute unterbrach Schiedsrichter Felix Zwayer (44) die Partie und eilte zu seinem Assistenten, der auf dem Rasen stand und auf seine rechte Wade deutete. Christian Dietz konnte seine Tätigkeit als Linienrichter nicht fortsetzen und musste den Platz verlassen. Seine Position übernahm der vierte Offizielle Eric Weisbach (29), der normalerweise als Hauptschiedsrichter in der 2. und 3. Liga aktiv ist.

Die Situation erinnerte viele Fußballfans an den bekannten Songtitel von Stefan Raab, der 2000 mit dem Lied "Wadde hadde dudde da?" beim Eurovision Song Contest antrat und den fünften Platz belegte. Während Raab damals 96 Punkte erreichte, blieben beide Teams am Millerntor ohne Treffer.

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Sportliche Bilanz des Spiels

Das torlose Remis brachte beiden Mannschaften nur bedingt weiter. Für St. Pauli riss die Mini-Serie von zwei Siegen in Folge, allerdings vergrößerte sich der Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze auf vier Punkte. Eintracht Frankfurt wartet weiterhin auf den ersten Auswärtssieg seit Ende November und liegt nun neun Punkte hinter den internationalen Plätzen.

Vor der Verletzung des Linienrichters war St. Pauli das überlegene Team und hatte zweimal Pfosten-Pech. In der 23. Minute scheiterte Pereira Lage aus sechs Metern am linken Außenpfosten, nachdem Ando sehenswert im Liegen mit dem Hinterkopf vorbereitet hatte. Nur acht Minuten später setzte Sinani einen Fernschuss ans rechte Aluminium.

Frankfurts Keeper Zetterer, der für den verletzten Kaua Santos einsprang, wäre bei beiden Chancen machtlos gewesen. Die Eintracht zeigte am Tag des 127-jährigen Vereinsjubiläums wenig Offensivkraft. Jonathan Burkardt, der in der Hinrunde noch beide Tore beim 2:0 gegen St. Pauli erzielt hatte, blieb diesmal ohne nennenswerte Torchance.

Weitere Spielszenen

Die beste Möglichkeit für die Frankfurter hatte Bahoya direkt nach der Halbzeitpause, als er den St. Pauli-Keeper Vasilj im langen Eck prüfte. Doch auch dieser Schuss blieb ohne Folgen, sodass das Spiel ohne Tore endete. Die defensive Stabilität beider Teams verhinderte weitere Großchancen in der zweiten Halbzeit.

Die ungewöhnliche Auswechslung des Linienrichters bleibt als Kuriosität in Erinnerung, während sportlich beide Teams mit dem Remis leben müssen. Für St. Pauli bedeutet das Ergebnis weiterhin Luft im Abstiegskampf, während Frankfurt den Anschluss an die internationalen Plätze verpasst.

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