Lok Leipzig verarbeitet Jena-Frust mit klarem 4:0-Sieg
Eine Woche lang hatte der Ärger über die Niederlage im Spitzenspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena (1:2) in den Köpfen der Spieler des 1. FC Lok Leipzig gewabert. Am Samstag durfte der Frust endlich raus – und zwar in Form einer beeindruckenden Leistung. Der Tabellenführer der Regionalliga Nordost zeigte eine deutliche Machtdemonstration und demontierte Hertha BSC II mit einem klaren 4:0-Heimsieg.
Zusätzliche Motivation durch Jenas Patzer
Für einen zusätzlichen Motivationsschub hatte ausgerechnet der direkte Verfolger Jena bereits am Freitag gesorgt. Der FCC patzte überraschend zu Hause mit einer 1:2-Niederlage gegen den ZFC Meuselwitz. Plötzlich bot sich für Lok Leipzig die große Chance, den Vorsprung an der Tabellenspitze auszubauen – und das Team nutzte diese Gelegenheit eiskalt.
Siebeck eröffnet den Torreigen
Auf dem glitschigen Rasen starteten die Leipziger zwar mit hohem Tempo, doch echte Torchancen blieben in der Anfangsphase Mangelware. Dann kam der Durchbruch: In der 38. Minute gelang der erste schnelle Angriff. Stefan Maderer legte präzise quer auf Alexander Siebeck, der mal wieder zur verdienten Führung traf. Kurz vor der Halbzeitpause stand es damit 1:0 für den Gastgeber.
Maderer sorgt für die Vorentscheidung
Nach der Pause waren zunächst die Berliner besser im Spiel, Lok-Torwart Naumann musste einmal eingreifen. Doch dann schlug der Spitzenreiter erneut zu. Stefan Maderer wurde steil geschickt, setzte sich im Sprintduell durch und schob überlegt zum 2:0 ein (52.). Diese Treffer bedeutete die Vorentscheidung, denn nun war auch der Widerstand der Berliner gebrochen.
Adetula mit Traumtor und Siebecks Doppelpack
Lok Leipzig spielte die Partie souverän zu Ende und krönte die Leistung sogar mit einem Traumtor. Nach einer Ecke fiel der Ball vor die Füße von Ayodele Adetula – Direktabnahme, Wucht-Schuss, Tor! Zum 3:0 in der 62. Minute. Die Gäste waren von da an nur noch Statisten. Und es kam für die Hauptstädter noch dicker: In einen Schuss von Kang hielt erneut Alexander Siebeck den Fuß rein und vollendete zum 4:0 in der 82. Minute.
Tabellensituation und Ausblick
Mit diesem Kantersieg hat Lok Leipzig jetzt acht Punkte Vorsprung auf den neuen Verfolger Hallescher FC. Allerdings ist der HFC im Kampf um den Aufstieg ein zahnloser Tiger, da der Klub keine Lizenz beantragt hat. Jena liegt nun wieder zehn Punkte hinter den Leipzigern. Für Lok geht es kommenden Samstag (14 Uhr) weiter mit einem Auswärtsspiel in Babelsberg.



