Nach Rot-Karte: Lok Leipzig kämpft um Verteidiger Wilton
Lok Leipzig kämpft um Wilton nach Rot

Nach dem Blitz-Rot gegen Lukas Wilton kocht die Emotionen beim FC Lok Leipzig hoch. Der Verteidiger kassierte gegen den BFC Preussen bereits in der Anfangsphase die Rote Karte – eine Entscheidung, die für reichlich Diskussionsstoff sorgte.

Ärger über Schiedsrichter-Entscheidung

Weder Sportchef noch Trainer konnten sich nach dem 1:3 gegen den BFC Preussen beruhigen. Die Mannschaft erhielt sogar ein TV-Verbot, um sich vor der Kamera nicht zu unüberlegten Aussagen hinreißen zu lassen. Der Frust richtete sich gegen Schiedsrichter Johannes Drößler (29, Gotha), der Wilton nach wenigen Sekunden wegen eines vermeintlich brutalen Fouls des Feldes verwies. Schnell stellte sich heraus, dass es sich um eine Fehleinschätzung handelte – dennoch musste Wilton den Platz verlassen.

Verein kämpft um geringe Strafe

Bereits unmittelbar nach dem Spiel liefen die Drähte heiß. Ziel ist es, Wilton schnellstmöglich wieder auf den Platz zu bringen, idealerweise bereits zum nächsten Spiel am Sonntag in Greifswald. Sport-Geschäftsführer Toni Wachsmuth (39) erklärte: „Wir wollen das so schnell wie möglich verhandelt haben und werden uns für die geringstmögliche Strafe aussprechen.“ Die Innenverteidigung von Lok ist derzeit nur dünn besetzt, sodass Wilton dringend benötigt wird.

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Die Spielordnung des NOFV (Nordostdeutscher Fußballverband) sieht jedoch keinen Freispruch vor. Nach einem Platzverweis ist eine Sperre von mindestens einem Spiel vorgesehen. Um die Rote Karte aufzuheben, müsste der Verein Einspruch gegen die Wertung einlegen – was nur bei schwerwiegenden Tatsachenirrtümern des Schiedsrichters Aussicht auf Erfolg hat. Dennoch hält Wachsmuth dies für möglich: „Ja, wir werden aufgrund dessen, dass es in unseren Augen eine Fehlentscheidung war, dafür plädieren. Man kann die Rote Karte nicht für das Spiel zurücknehmen. Aber man sollte zumindest die nächsten Spiele nicht auch noch mit beeinflussen.“

Wichtige Spiele stehen an

In Greifswald und daheim gegen Magdeburg II will Lok den Vorsprung von zwei Punkten auf dem Weg zur Meisterschaft verteidigen. Ein einsatzbereiter Wilton wäre dabei von großer Bedeutung. Der Verein hofft auf eine milde Entscheidung, damit der Verteidiger bald wieder mitwirken kann.

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