Lok Leipzig tauscht alle Sitze aus: Nostalgie und Brandschutz
Lok Leipzig tauscht Stadionsitze aus

Die Spannung steigt minütlich. Und klar dürfte schon jetzt sein: Wenn Lok Leipzig am Samstag (14 Uhr) gegen Magdeburg II um die Titelverteidigung in der Regionalliga Nordost spielt, wird es keinen Fan auf den Sitzen halten. Wobei: Auf der denkmalgeschützten Holztribüne sollte man die 90 Minuten vielleicht doch noch mal im Sitzen genießen.

Alte Sitze müssen weichen

Denn die 1200 alten, durchgesessenen Plastikschalen, die seit 30 Jahren als Sitze dienen, werden direkt nach dem Spiel abgeschraubt. Stattdessen werden noch vor dem möglichen Aufstiegsspiel gegen Würzburg (28. Mai) neue Schalen installiert, die den vom DFB geforderten Brandschutz entsprechen. Die neuen Sitze, die eine kleine Rückenlehne haben und die es auch im Dortmunder Signal Iduna Park gibt, kosteten dem Verein rund 20.000 Euro. Die Kosten könnten durch den Verkauf der alten Sitze etwas abgemildert werden.

Nostalgische Andenken für Fans

Zum Preis von je 30 Euro können sich Fans die nostalgischen Sitze als Andenken sichern. 400 sind schon reserviert, der Rest kann eine Stunde nach dem Abpfiff erworben und direkt mitgenommen werden. Wird Lok Meister, ist der Erinnerungswert noch größer. Die Ausgangslage: Lok ist mit Jena (spielt gegen Erfurt) punktgleich vorn, hat aber das um vier Treffer bessere Torverhältnis. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hat deshalb sicherheitshalber sogar einen zweiten Meisterpokal anfertigen lassen und wird mit zwei Delegationen nach Leipzig und Jena fahren. Lok oder Jena – es kann am Ende nur einen Meister geben, der dann leider noch in die Aufstiegsspiele zur 3. Liga muss. Lok scheiterte im Vorjahr an Havelse, Jena schaffte es 2017 gegen Viktoria Köln.

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