Von oben, neben der Tribüne, verfolgte Stefan Maderer, wie sich Lok Leipzig zum Meistertitel kämpfte. Beim 5:2 gegen Magdeburg II konnte der verletzte Stürmer (Haarriss in der Ferse) immer noch nicht mitwirken. Mit Ayodele Adetula und Dorian Cevis (je zwei Tore), Farid Abderrahmane (Elfer) und Djamal Ziane (holte den Elfer raus) sprangen andere ein.
Maderer hofft auf Einsatz gegen Würzburg
Klar ist trotzdem: Ein fitter Maderer (14 Tore, 7 Vorlagen) würde Lok in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga gegen Würzburg (28. Mai und 1. Juni) enorm helfen. Doch aktuell sieht es nicht wirklich danach aus. „Leider ist es eine sehr langwierige Verletzung und sehr nervig“, sagt der Stürmer. „Es wird immer nur minimal besser und nervt mich ungemein, weil ich der Mannschaft in den letzten Wochen nicht helfen konnte. Aber ich bin auch maximal stolz auf die Mannschaft, dass wir es wieder geschafft haben.“
Der Plan: Kurzer Einsatz trotz Verletzung
Damit meint er die Titelverteidigung. Nach dem verpassten Aufstieg im letzten Jahr gegen Havelse soll diesmal jedoch die 3. Liga her. Kann Maderer, der nächste Saison für Viertligist SV Sandhausen auflaufen wird, etwas dazu beitragen? Er sagt: „Ich ackere die ganze Zeit in der Reha, aber es ist einfach noch nicht gut. Trotzdem habe ich mir auch geschworen, dass ich versuchen werde, die letzten zwei Spiele irgendwie mit einzugreifen – und wenn es nur zehn oder 15 Minuten sind. Ich versuche mein Bestes. Ob es reichen wird, weiß ich nicht. Aber ich versuche alles.“ Er weiß aber schon jetzt: „Wir sind einfach eine bockstarke Truppe, die wenig aus der Bahn wirft.“
Die Fans hoffen, dass Maderer zumindest für einen Kurzeinsatz bereit ist. Der Stürmer selbst gibt sich kämpferisch: „Ich werde alles versuchen, um der Mannschaft zu helfen. Selbst wenn es nur wenige Minuten sind, will ich meinen Beitrag leisten.“ Ob es am Ende reicht, wird sich zeigen. Fest steht: Lok Leipzig geht gestärkt in die Aufstiegsspiele und vertraut auf die gesamte Mannschaftsleistung.



