Mainz-Stars toben nach Abpfiff: Handgemenge nach provokantem Jubel in Straßburg
Es kam zu einem wilden Handgemenge nach dem Abpfiff des Conference-League-Spiels zwischen Straßburg und Mainz. Die Mainzer hatten noch so richtig Wut im Bauch, nachdem sie mit einer bitteren 0:4-Klatsche aus dem europäischen Wettbewerb geflogen waren. Damit war es vorbei mit dem Traum von der Europa-Sensation.
Provokation löst Tumult aus
Besonders eine Szene brachte die Mainz-Stars so richtig auf die Palme. Direkt nach dem Abpfiff jubelte Straßburg-Profi Martial Godo (23) mit der Eckfahne provokant vor dem Mainz-Block. Das war zu viel für die Mainzer. Nadiem Amiri (29) und Phillip Tietz (28) stürmten sofort heran und wollten den Jubel unterbinden. Es wurde geschubst und gebrüllt, ein wildes Handgemenge entstand, und die Situation eskalierte schnell.
Am Ende mussten sogar Ordner eingreifen, um die Streithähne zu trennen. Nadiem Amiri sah in der sechsten Minute der Nachspielzeit noch die Rote Karte für seine Beteiligung an der Auseinandersetzung.
Mainz-Spieler kritisieren mangelnden Respekt
Mainz-Star Paul Nebel äußerte sich deutlich zu dem Vorfall: „Das geht für mich gar nicht. Das hat man dann auch an unseren Reaktionen gesehen. Das gehört sich nicht, das hat nichts mit Respekt zu tun.“ Der offensive Mittelfeldspieler fügte hinzu: „Sie waren heute die bessere Mannschaft, haben verdient gewonnen, aber dass dann ein Spieler von vorne bis nach hinten zu unseren Fans rennt und sein Trikot auf die Eckfahne hängt und vor unserer Kurve jubelt, hat für mich nichts mit Respekt zu tun. Dann ist es auch verständlich, dass wir als Mannschaft dann da hingehen.“
Trotzdem gestand Nebel ein: „Natürlich braucht der Fußball sowas (Tumulte nach Abpfiff, Anm. d. Red.) nicht, aber das ging für mich einfach überhaupt nicht.“
Mainz-Boss spricht von „Kindergarten“
Mainz-Boss Christian Heidel (62) kommentierte die Szene mit deutlichen Worten: „Das ist Kindergarten. Irgendeiner von denen hatte nichts Besseres zu tun, als das Trikot vor unserem Fanblock hochzuhalten. Das ist jetzt für mich kein Drama, aber es gab ein Handgemenge, Nadiem hat ihn wohl irgendwie gestreift und dafür die Rote Karte bekommen.“
Für die Mainzer war das auf allen Ebenen ein ganz bitterer Abend, der nicht nur sportlich, sondern auch durch die nachspielzeitlichen Turbulenzen geprägt war. Die Niederlage markiert das Ende ihrer Conference-League-Teilnahme und hinterlässt bei Spielern und Verantwortlichen einen faden Beigeschmack.



