Manchester City entreißt Arsenal den League Cup: Deutsche Stars im Pokalfinale chancenlos
Im hochkarätigen Duell um den englischen Liga-Pokal hat Manchester City dem FC Arsenal einen herben Rückschlag versetzt. Die Mannschaft von Pep Guardiola setzte sich im Finale von Wembley mit einem klaren 2:0 (0:0) durch und holte damit bereits den fünften League-Cup-Titel unter ihrem spanischen Chefcoach. Für den deutschen Nationalspieler Kai Havertz und seine Arsenal-Kollegen endete das prestigeträchtige Pokalspiel dagegen mit einer bitteren Enttäuschung.
Torwartfehler leitet ManCitys Sieg ein
Die entscheidende Wende des Spiels vollzog sich in der 60. Minute, als Arsenal-Torwart Kepa einen folgenschweren Patzer beging. Bei einer hereingeschlagenen Flanke von Rayan Cherki ließ der spanische Schlussmann den Ball durch die Hände gleiten, was Nico O'Reilly sofort zum 1:0 für Manchester City ausnutzte. Nur vier Minuten später erhöhte derselbe Spieler mit einem präzisen Kopfball auf 2:0 und besiegelte damit praktisch das Schicksal des Finales.
Interessanterweise stand Kepa in diesem wichtigen Spiel anstelle seines Landsmanns David Raya zwischen den Pfosten – eine Entscheidung, die sich für Arsenal als verhängnisvoll erweisen sollte. Auf der anderen Seite hielt City-Torwart James Trafford seine Mannschaft mit wichtigen Paraden im Spiel, darunter einem Nachschuss von Bukayo Saka in der 7. Minute.
Arsenal verpasst frühe Führungschancen
Obwohl Arsenal als aktueller Spitzenreiter der Premier League in die Partie ging, zeigte die Mannschaft von Trainer Mikel Arteta über weite Strecken nicht ihre gewohnte Stärke. Besonders in der ersten Halbzeit, die insgesamt eher ereignisarm verlief, ließen die Londoner mehrere vielversprechende Gelegenheiten ungenutzt.
Kai Havertz vergab eine frühe Chance zur Führung, während auch Stürmerstar Erling Haaland auf Seiten von Manchester City zweimal mit Kopfballversuchen knapp am Torerfolg vorbeischrammte. Auffällig war, dass Arsenal selbst fünf Tage nach einem imponierenden 2:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen in der Champions League lange Zeit Schwierigkeiten hatte, ihr gewohntes Spiel durchzusetzen.
Guardiola feiert trotz jüngerer Rückschläge
Mit ausgiebigen Freudensprüngen feierte Pep Guardiola den verdienten Sieg seiner Mannschaft, der besonders vor dem Hintergrund der jüngeren Vergangenheit bedeutsam war. Manchester City hatte im Vormonat März nur eines von fünf Pflichtspielen gewonnen und war zudem in der Champions League gegen Real Madrid ausgeschieden.
Vor den Augen von Englands Nationalcoach Thomas Tuchel erhöhte City in der zweiten Halbzeit den Druck kontinuierlich und wurde schließlich durch die beiden Tore von O'Reilly belohnt. Kurz vor Spielende lenkte Trafford noch einen Kopfball von Viktor Gyökeres an die Latte, was den endgültigen 2:0-Sieg jedoch nicht mehr gefährdete.
Für Arsenal bedeutet diese Niederlage einen Dämpfer, obwohl der Club mit einer Serie von 14 ungeschlagenen Spielen in das Finale gegangen war. Die Gunners müssen sich nun auf die verbleibenden Wettbewerbe konzentrieren, während Manchester City seinen erfolgreichen Weg im englischen Pokalwettbewerb fortsetzen konnte.



