Prozess um Tod von Maradona: Neuer Start am 14. April mit reduziertem Umfang
Maradona-Prozess startet am 14. April mit reduziertem Umfang

Neuer Prozess um Tod von Maradona startet am 14. April

Der Strafprozess um den Tod der argentinischen Fußballikone Diego Maradona wird am 14. April neu aufgerollt. Nachdem ein neues Richterteam per Losverfahren bestimmt wurde, hat sich der ursprünglich für den 17. März geplante Prozessbeginn kurzfristig verschoben. Das Strafgericht von San Isidro nahe Buenos Aires hat dem Antrag der Staatsanwaltschaft und der Nebenkläger auf eine Änderung des Verhandlungsplans stattgegeben.

Sieben Angeklagte und reduzierte Verfahrensumfänge

Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen sieben medizinische Fachkräfte, die sich wegen möglicher fahrlässiger Tötung des Fußballidols verantworten müssen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen grobe Versäumnisse bei der Betreuung Maradonas vor. Berichten zufolge sollen die wöchentlichen Verhandlungen von drei auf zwei reduziert werden, um den Prozess effizienter zu gestalten. Zudem wurde die Zeugenliste von ursprünglich 178 auf 90 Personen verkleinert.

Hintergrund: Skandal und vorherige Verfahrensannullierung

Der erste Prozess war Ende Mai nach rund zweieinhalb Monaten für nichtig erklärt worden. Grund war die Mitwirkung der zuständigen Richterin Julieta Makintach an einem nicht genehmigten Dokumentarfilm über das Verfahren. Daraufhin wurde sie vom Dienst suspendiert, und das siebte Strafgericht in San Isidro wurde per Losverfahren als neues zuständiges Gericht bestimmt.

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Diego Maradona starb im November 2020 im Alter von 60 Jahren an Herzversagen. Sein Tod erfolgte nur wenige Wochen nach einer Operation wegen eines Blutgerinnsels im Gehirn. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft konzentrieren sich auf die Frage, ob die medizinische Betreuung in den letzten Lebenswochen des Fußballstars angemessen war.

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