Torwart-Legende Martin Männel: Mit 37 Jahren noch lange nicht am Ende
Im Trikot des FC Erzgebirge Aue absolviert Torhüter Martin Männel aktuell seine beeindruckende 18. Saison. Trotz seines Alters von 37 Jahren hat der erfahrene Keeper noch keinerlei Pläne für ein Karriereende. In einem exklusiven Interview mit der „Freien Presse“ betonte Männel seine anhaltende Leidenschaft für den Fußball und verwies auf prominente Vorbilder.
Vorbilder Neuer und Sommer als Motivation
„Ich bin mit dem Fußball noch nicht am Ende“, erklärte der Torwart selbstbewusst. „Manuel Neuer spielt mit 39 Jahren noch auf höchstem Niveau, Yann Sommer ist genau wie ich 37 Jahre alt – und bei beiden redet niemand über ein baldiges Karriereende.“ Diese Vergleichspersonen dienen Männel als zusätzliche Motivation, seine Laufbahn noch weiter fortzusetzen.
Eine Vereinsikone mit beeindruckender Bilanz
Seit seinem Wechsel von Energie Cottbus im Jahr 2008 hat sich Martin Männel zur unumstrittenen Identifikationsfigur des FC Erzgebirge Aue entwickelt. Seine Statistik spricht eine deutliche Sprache:
- 584 Pflichtspiele für den Verein insgesamt
- 332 Einsätze in der 2. Bundesliga
- 223 Partien in der 3. Liga
Der gebürtige Hennigsdorfer betonte: „Es gab nie einen Moment, in dem ich ernsthaft über einen Wechsel nachdenken musste. Aue ist meine sportliche Heimat geworden.“
Die persönliche „Champions League“ als Traumziel
Zu den größten Erfolgen seiner Karriere zählen die Aufstiege in die 2. Bundesliga in den Jahren 2010 und 2016. Männel hat klare Vorstellungen von den sportlichen Zielen: „Die 2. Bundesliga ist aus meiner Sicht die Champions League für den FC Erzgebirge. Die 3. Liga ist unsere Bundesliga, hier gehört der Verein eigentlich hin.“
Der Torhüter äußerte den Wunsch: „Ich würde mir wünschen, dass wir eines Tages wieder in die 2. Liga zurückkehren und dort auch die größeren Vereins herausfordern dürfen.“
Aktuelle sportliche Herausforderungen
Ob Männel als aktiver Spieler noch einen weiteren Aufstieg mit Aue erleben wird, bleibt allerdings ungewiss. Die aktuelle Tabellensituation gibt Anlass zur Sorge: Die Sachsen belegen derzeit den 17. Platz in der 3. Fußball-Liga und kämpfen gegen den Abstieg.
„Im Moment haben wir andere, dringlichere Sorgen“, räumte der erfahrene Schlussmann realistisch ein. Am kommenden Samstag um 14:00 Uhr empfängt die Mannschaft von Trainer Christoph Dabrowski den drittplatzierten VfL Osnabrück – ein wichtiges Spiel im Kampf um den Klassenerhalt.
Martin Männel verkörpert mit seiner langjährigen Treue zum Verein und seiner ungebrochenen Motivation ein selten gewordenes Phänomen im modernen Profifußball. Auch mit 37 Jahren blickt er nicht zurück, sondern nach vorne – getrieben von der Leidenschaft für den Sport und der Verbundenheit zu seinem Verein.



