Freiburgs Matchwinner Igor Matanovic: Tore gegen Ex-Klub und Sprachbarrieren mit Kapitän
Was für eine beeindruckende Leistung von Igor Matanovic! Der 22-jährige Stürmer des SC Freiburg wurde beim 2:1-Auswärtssieg gegen den FC St. Pauli zum entscheidenden Matchwinner und zeigte dabei seine ganze Torjägerqualität. Mit einem Doppelpack schoss er die Breisgauer praktisch im Alleingang zum wichtigen Dreier – bereits seine Tore fünf und sechs in diesem Kalenderjahr beweisen seine ausgezeichnete Form.
Charmante Sprachbarrieren im Team
Nach dem Abpfiff sorgte jedoch nicht nur seine Torquote für Gesprächsstoff. Auf die Frage nach seiner Eingewöhnung in Freiburg und dem badischen Dialekt antwortete Matanovic mit charmantem Humor über seinen Kapitän: „Wenn ich mit Günni rede, verstehe ich ihn einfach manchmal nicht.“ Christian Günter stammt aus Tennenbronn in Baden-Württemberg und spricht häufig den regionalen Dialekt, was für den gebürtigen Hamburger offenbar eine kleine Herausforderung darstellt.
Voll angekommen im Breisgau
Trotz dieser sprachlichen Hürden fühlt sich Matanovic bereits bestens integriert: „Ich habe mich mit dem Servus ganz gut angefreundet. Und auch das SCH wird immer öfter benutzt. So Sachen wie ‚Was labersch du?‘ nutze ich dann auch. Das kommt raus, ohne dass ich es will.“ Der Deutsch-Kroate betonte, dass er sich sowohl sportlich als auch sprachlich im Breisgau heimisch fühlt.
Emotionale Rückkehr zum Jugendverein
Das Spiel auf dem Kiez hatte für Matanovic eine besondere Bedeutung. Der in Hamburg geborene Stürmer durchlief die Jugendabteilung von St. Pauli, spielte dreizehn Jahre am Millerntor, bevor er 2023 zu Eintracht Frankfurt wechselte. Über eine Leihstation beim Karlsruher SC landete er schließlich 2025 beim SC Freiburg. Die Rückkehr zu seinem ehemaligen Verein bewegte ihn sichtlich: „Ich fand es schön, wie die Fans mich hier empfangen haben, als dann auch mein Name gerufen wurde. Das zeichnet den Verein aus. Trotzdem ist es mein Job, dass ich für den SC Freiburg Tore schieße. Und dann ziehe ich natürlich nicht zurück.“
Lob vom Trainer
Trainer Julian Schuster zeigte sich ebenfalls beeindruckt von der Entwicklung seines Stürmers: „Er hat eine gewisse Zeit gebraucht, bis er im Detail verstanden hat, was wir verlangen. Das setzt er jetzt in Perfektion um.“ Schuster fügte hinzu: „Er hat den Instinkt, den er mitbringt – das hilft uns in Form von Toren.“ Klar ist: Matanovic entwickelt sich immer mehr zu einer tragenden Säule der Freiburger Offensive und wird für das Team zunehmend wichtiger.



