Matthäus hinterfragt Bayern-Strategie bei Eberl-Vertrag
Der BVB und Sebastian Kehl gehen nach einer überraschenden Entscheidung getrennte Wege. Während Borussia Dortmund nun nach einem neuen Sportdirektor sucht, hat sich Lothar Matthäus in der aktuellen Diskussion zu möglichen Nachfolgern geäußert und dabei interessante Verbindungen zum FC Bayern hergestellt.
Krösche als möglicher Kandidat für den BVB
In der Sendung Sky90 – die Fußballdebatte am Sonntagabend sprach der Rekordnationalspieler über Markus Krösche, den Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, als potenziellen Nachfolger für Sebastian Kehl. „Es wäre schon ein Schritt nach oben“, erklärte Matthäus, fügte jedoch bedeutungsvoll hinzu: „Nicht ganz nach oben – da steht nämlich der FC Bayern.“
Der 65-jährige Experte verwies dabei auf die ungeklärte Vertragssituation von Max Eberl bei den Münchnern. „Also könnte man auch vermuten: Warum lässt sich der FC Bayern so lange Zeit?“, fragte Matthäus provokant. „Wenn man mit Max Eberl zufrieden ist, dann könnte man eigentlich auch verlängern.“
Bayerns früheres Interesse an Krösche
Matthäus erinnerte daran, dass der FC Bayern bereits vor etwa eineinhalb bis zwei Jahren ein Auge auf den Frankfurter Kaderplaner geworfen hatte. „Das wäre ein noch größerer Schritt nach oben“, betonte er mit Blick auf eine mögliche Bayern-Verpflichtung von Krösche.
Der BVB hatte am Sonntagmittag die sofortige Trennung von Sportdirektor Sebastian Kehl bekannt gegeben. Parallel dazu kursieren Gerüchte über ein Treffen zwischen Eintracht-Boss Krösche und Dortmund-Coach Niko Kovac bei einem Abendessen, was Spekulationen über eine mögliche Zusammenarbeit befeuert.
Matthäus warnt vor voreiligen Schlüssen
Der Fußballexperte mahnte zur Vorsicht bei der Einschätzung von Vereinsbindungen: „Natürlich passt Markus Krösche zu Eintracht Frankfurt. Aber wie gesagt: Bei Sebastian Kehl hat man auch gemeint, er sei mit Borussia Dortmund verwurzelt – und dann kam doch irgendwann die Entscheidung, getrennte Wege zu gehen. So kann es bei jedem Verein passieren.“
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge gilt derzeit Nils-Ole Book als heißer Kandidat für die Nachfolge von Sebastian Kehl beim BVB. Der 40-jährige Book ist seit 2023 als Sportvorstand bei der SV Elversberg tätig und hat sich dort einen guten Ruf erarbeitet.
Die Äußerungen von Lothar Matthäus werfen ein interessantes Licht auf die Personalentscheidungen in der Bundesliga und zeigen, wie eng die Verflechtungen zwischen den Top-Vereinen sind. Besonders die ungeklärte Zukunft von Max Eberl beim FC Bayern bleibt ein spannendes Thema, das in den kommenden Wochen weiter für Diskussionsstoff sorgen wird.



